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Rot-Grün verteidigt Mehrheit im Berner Stadtparlament

Lange musste auf das Resultat der Wahlen für das Berner Stadtparlament gewartet werden. Eine Computerpanne sorgte für die Verzögerung. Rot-Grün gewinnt.

Die rot-grünen Parteien haben im neuen Berner Stadtrat weiterhin eine knappe Mehrheit. Die SP ist im linken Lager mit drei Sitzgewinnen die grosse Gewinnerin. In der Mitte legen die Grünliberalen ebenfalls drei Sitze zu. Rechts überholt die SVP die FDP.

Auf der rot-grünen Seite ist eine gewisse Stärkung der grossen Parteien zu vermerken, wie Politologe Werner Seitz der Nachrichtenagentur sda sagte. Das Grüne Bündnis gewinnt einen Sitz dazu, die SP gar deren drei. Gemeinsam kommen die beiden auf 32 Sitze.

Die Sitzgewinne gehen auf Kosten der Grünen Partei Bern/Demokratische Alternative, wo Stadträtin Regula Fischer abgewählt wurde.

Einen Sitz verlor auch die Junge Alternative JA!, dieser Verlust wurde jedoch durch einen Sitzgewinn bei der Alternativen Linken kompensiert. Diese zieht neu in den Stadtrat ein und zwar mit Christa Ammann. Die Partei der Arbeit konnte ihren einen Sitz halten.

SVP legt zu, Kleine verschwinden

Auf der rechten Seite des Parteispektrums geht die SVP gestärkt aus den Wahlen hervor. Sie ist erstmals die stärkste bürgerliche Partei. Die kleinen Rechtsaussenparteien EDU und Schweizer Demokraten verschwinden ganz aus dem Stadtparlament. Die beiden Sitze dieser Parteien wurden von der SVP aufgesogen.

In der Mitte musste die CVP einen Sitzverlust beklagen. Wie bei anderen Wahlen in der Schweiz auch, konnten die aufstrebenden Mittekräfte BDP und GLP zulegen. Bei der GLP sind es drei Sitze mehr, bei der BDP einer. Die GLP profitierte auch von den Verlusten der FDP.

Mit dem Verlust eines Sitzes fiel der Rückgang bei der GFL geringer aus als im Vorfeld erwartet.

Mehrere Abgewählte

Verschiedene amtierende Stadträtinnen und Stadträte schafften ihre Wiederwahl nicht, so Robert Meyer (SD) und Beat Gubser (EDU). Ebenfalls nicht wiedergewählt wurde Rahel Ruch von der Jungen Alternative (JA!). Auch Jürg Weder (GLP) musste über die Klinge springen.

Abgewählt wurden eigentlich auch der Freisinnige Alexander Feutz und SVP-Stadtrat Kurt Rüegsegger. Beide können aber voraussichtlich ins Parlament nachrutschen – Feuz für den in die Stadtregierung gewählten Alexandre Schmidt und Rüegsegger für Beat Schori, der bereits angekündigt hatte, er werde eine Wahl in den Stadtrat nicht annehmen.

Erich Hess wieder da

Prominenter Rückkehrer ins Stadtparlament ist SVP-Hardliner Erich Hess. Auch die Gemeinderatskandidatin Karin Hess-Meyer schaffte die Wahl ins Stadtparlament.

Bei der SP ziehen mit der ehemaligen TV-Moderatorin Marieke Kruit und Peter Marbet, ehemaliger Direktor Bildungszentrum Pflege, zwei bekannte Gesichter in den Stadtrat.

Die Mandatsverteilung nach Parteistärken: SP 23 (3), SVP 10 (2), Grünes Bündnis 9 (1), Grüne Freie Liste 8 (-1), FDP 8 (-1), BDP 7 (1), Grünliberale 7 (3), CVP 2 (-1), EVP 2 (unverändert), JA! 1 (-1), PdA 1 (unverändert), Grüne Partei 1 (-1), Alternative Linke 1 (1).

SDA/chk

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