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105 Nationalräte wollen Agrartreibstoffe stoppen

Ein Vorstoss des Basler SP-Nationalrats Rudolf Rechsteiner stösst auf Zustimmung. Er will fünf Jahre lang den Import von Agrobenzin verbieten.

Die Tankfüllung nur noch aus dem Inland: Für fünf Jahre soll der Import von Agrotreibstoffen gestoppt werden.
Die Tankfüllung nur noch aus dem Inland: Für fünf Jahre soll der Import von Agrotreibstoffen gestoppt werden.
Keystone

Industriell angebaute Agrotreibstoffe heizten den weltweiten Hunger und die Vernichtung von tropischen Regenwäldern an, sagte Rechsteiner. Sie seien mitverantwortlich für den weltweiten Anstieg der Nahrungsmittelpreise. 105 Nationalräte aus allen Parteien haben Rechsteiners Antrag unterschrieben. Treibstoffe aus einheimischem Biogas, aus Abfällen der Lebensmittel-, Land- und Forstwirtschaft sowie Altöl sollen nicht unter das Moratorium fallen.

Der Stopp des überstürzten Agrotreibstoff-Booms sei ein internationales Anliegen, sagte Rechsteiner. Berichte der UNO, der Weltbank und der OECD belegten dessen Notwendigkeit.

Initiiert hat Rechsteiners Vorstoss die Plattform Agrotreibstoffe, ein loser Zusammenschluss von 16 Verbänden aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte, Kirche, Umweltschutz und Landwirtschaft.

Energiewirtschaft widerspricht

Die Interessengemeinschaft der Agrotreibstoffproduzenten IG BioE spricht von «unnötiger Effekthascherei». Die Schweiz sei das erste Land in der Welt mit verbindlichen ökologischen und sozialen Kriterien für die Förderung der biogenen Treibstoffe. Sie geschehe gemäss dem Grundsatz «Teller, Trog, Tank»: Bei der Treibstoffproduktion würden zuerst die Nahrung, dann Tierfutter und zuletzt der Tank berücksichtigt.

SDA/oku

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