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60 Millionen in einem Erdloch versenkt

Nicht genug heisses Wasser und Erdbeben: Das gescheiterte Geothermieprojekt der Stadt St. Gallen kostet rund 60,2 Millionen Franken. Eine kleine Hoffnung ruht noch auf dem gefundenen Erdgas.

Weitgehend erfolglose Bohrung trotz Kosten von 60,2 Millionen Franken: Ein ausrangierter Bohrkopf, im Hintergrund der Turm des St. Galler Geothermieprojektes. (30. Juli 2013)
Weitgehend erfolglose Bohrung trotz Kosten von 60,2 Millionen Franken: Ein ausrangierter Bohrkopf, im Hintergrund der Turm des St. Galler Geothermieprojektes. (30. Juli 2013)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Das umstrittene Geothermieprojekt wurde im Juli 2013 nach einem Erdbeben unterbrochen: Geothermieanlage im Sittertobel in St. Gallen. (24. Juli 2013)
Das umstrittene Geothermieprojekt wurde im Juli 2013 nach einem Erdbeben unterbrochen: Geothermieanlage im Sittertobel in St. Gallen. (24. Juli 2013)
Keystone
Auch in Deutschland bebte es schon mehrmals: Ein Geothermiekraftwerk im deutschen Landau.
Auch in Deutschland bebte es schon mehrmals: Ein Geothermiekraftwerk im deutschen Landau.
Wikimedia Commons
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Die Suche nach Erdwärme zur Energiegewinnung in St. Gallen kostet 60,2 Millionen Franken. Davon soll der Bund 16 Millionen über eine Risikogarantie decken. Der Rest geht zu Lasten der Stadt. Noch am Laufen sind Untersuchungen über eine mögliche Erdgasförderung.

Dies geht aus der am Montag veröffentlichten Vorlage «Abschreibung des Geothermieprojekts» des Stadtrats hervor. Der Stadtrat hatte im Mai 2014 beschlossen, das Projekt abzubrechen. Durch die rund 4450 Meter tiefe Bohrung hatte nicht genügend Heisswasser angezapft werden können, und im Juli 2013 kam es zu einem Erdbeben.

Erdgas gefunden

Dafür wurde im Bohrloch auf Erdgas gestossen. Derzeit wird noch geprüft, ob sich eine Gasförderung lohnen würde. Der Stadtrat äussert sich dazu skeptisch: Er erachte die Projektrisiken zur Nutzung des Gases derzeit als hoch, heisst es in der Vorlage.

Die Gesamtkosten betragen knapp 60,2 Millionen Franken. Darin eingeschlossen sind auch 5,1 Millionen Franken für bevorstehende Investitionen wie Kontrollen, Verschluss des Bohrlochs und Rückbau des Bohrplatzes. Rund 8 Millionen Franken hat die Stadt bereits abgeschrieben.

Der Bund übernimmt mit einer Risikogarantie die Hälfte der Bohr- und Testkosten des Geothermieprojekts. Dies seien «bei einer konservativen Betrachtung mindestens 16 Millionen Franken», schreibt der Stadtrat. Damit muss die Stadt noch rund 36 Millionen Franken abschreiben oder über Rückstellungen decken.

SDA/rub

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