Sportliche Eltern, sportliche Kinder

Eine Untersuchung zeigt, dass die regionale Herkunft und die Eltern einen ­Einfluss auf das Bewegungsverhalten der Kinder haben.

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«Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper» lautet die Übersetzung der bekannten lateinischen Redewendung «Mens sana in corpore sano». Die Mindestanforderungen erfüllen die meisten Schweizer Kinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren. Diesen Schluss ziehen die Autoren der Studie «Swiss Children’s Objectively Measured Physical Activity» (Sophya).

Demnach erreichten 64 Prozent den Empfehlungswert von 60 aktiven Minuten pro Tag. Im Durchschnitt bewegten sich die Kinder sogar fast 80 Minuten. Doch es gibt grosse Unterschiede. Das Ziel der Studie war, Faktoren zu identifizieren, die sich positiv oder negativ auf Bewegung auswirken. 1309 Kinder aus allen Landesteilen trugen einen Beschleunigungsmesser und füllten einen Fragebogen aus.

Die Forscher stellten fest, dass Herkunft und Geschlecht einen signifikanten Einfluss haben. So sind Kinder aus der Deutschschweiz im Durchschnitt aktiver als jene aus der Romandie oder dem Tessin. Wer versucht, diese Unterschiede mit einem Stadt-Land-Graben zu erklären, liegt falsch: Kinder, die auf dem Land leben, bewegen sich nicht mehr als Kinder in Städten oder Agglomerationen.

Wenn Eltern viel Sport treiben, tun es vermehrt auch die Kinder. Und Knaben sind wesentlich häufiger körperlich aktiv als Mädchen. Kinder animieren sich auch gegenseitig zu Bewegung: Je mehr Kinder im gleichen Haushalt leben, desto aktiver sind sie.

Das berufliche Pensum der Eltern wirkt sich nicht auf das ­Bewegungsverhalten der Kinder aus. Dies aber nur, solange der Nachwuchs zum Beispiel in der Tagesstätte oder durch Leute aus dem Umfeld betreut wird.

Mit dem Alter der Kinder nimmt die Aktivität deutlich ab. von den 6- bis 7-Jährigen erfüllten fast 100 Prozent die Empfehlung von 60 Minuten Bewegung pro Tag. Im Alter von 12 und 13 Jahren sank der Anteil um mehr als die Hälfte auf durchschnittlich 39,4 Prozent. Bei den 14- bis 16-Jährigen waren es nur noch 21,5 Prozent.

All jenen, die sich nicht für Sport begeistern können, ist es vielleicht ein Trost, dass die eingangs erwähnte Redewendung oft unvollständig zitiert wird. Tatsächlich meinte der römische Satiriker Juvenal: «Es wäre zu wünschen, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist steckte.» (ki/BZ)

Erstellt: 16.08.2016, 13:02 Uhr

Die meisten Kinder haben genügend Bewegung. (Bild: Fotolia)

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