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Adieu, Wunderwagen

Die SBB schaffen die Minibar ab. Das tut weh – aber es wurde Zeit. Ein Nachruf.

Das ist der Gipfel – gewesen: Ein Minibarwagen bringt Frühstück im Intercity von Zürich nach Bern. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Das ist der Gipfel – gewesen: Ein Minibarwagen bringt Frühstück im Intercity von Zürich nach Bern. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Wenn Harry Potter den Hogwarts Express besteigt, pflegt er seine Holztruhe mit sich zu schleppen, in der alle seine Besitztümer Platz haben – Besen, Bücher, Eulenkäfig. Irgendwann lernt der Leser: Die Truhe ist innen grösser als aussen. «Ausdehnungszauber» nennt sich das.

Die Minibars in den SBB-Zügen müssen mit demselben Spruch belegt sein. Die Vorräte der mobilen Kioske enden nie – die Schubladen gehen tiefer, als die Wägelchen lang sind. Als Junge sass ich oft im Zug; mein Interesse galt den Billett-Entwertern der Kondukteure und dem Auftritt des Minibarmanns. Immerzu wartete ich darauf, dass einer sagen würde: Tschuldigung, hab ich nicht. Aber dazu kam es nie. Immer war alles da, tief verborgen in Fächern und Schubern.

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