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Ärztestopp: Reaktionen fallen zwiespältig aus

Der Ärztenachwuchs begrüsst den Kompromissvorschlag der Ärzteverbindung und der kantonalen Gesundheitsdirektoren. Die Zürcher Gesundheitsdirektion spricht sich klar dagegen aus.

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hält die kantonale Planung für «verfehlt», teilte sie am Montag in einem Communiqué mit. Der GDK-Vorschlag gehe «grundsätzlich in die falsche Richtung» und zementiere die bestehende Entwicklung, dass es in den Spitälern zu viele und in den Praxen zu wenige Ärzte gebe.

«Statt die verfehlten Berufsbeschränkungen endlich aufzuheben, will die GDK die dirigistischen Massnahmen ausdehnen, und die Grundlage für neue verfehlte Subventionen schaffen» schreibt die Gesundheitsdirektion weiter. Sie beklagt weiter «den Eingriff in den Wettbewerb durch Angebotsbeschränkung».

«Keine gute Idee» lautet auch das Verdikt des Krankenkassenverbandes santésuisse. Die Kosten im Spitalbereich würden bereits stark steigen, sagte Felix Schneuwly, Leiter Abteilung Politik und Kommunikation, in der Sendung «Echo der Zeit» von Radio DRS.

Ärztenachwuchs begrüsst die Aufhebung des Zulassungsstopps

Anders sieht es der Ärztenachwuchs: Der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO) begrüsst den Vorschlag als Alternative zum Zulassungsstopp und zur Vertragsfreiheit. Entscheidend werde die Umsetzung in der Praxis sein, hält dieser fest.

Der VSAO erwartet nun vorab ein möglichst rasches und klares Signal, dass der Zulassungsstopp aufgehoben wird. Die neue Regelung dürfe aber nicht de facto zu einem ewig währenden Zulassungsstopp unter anderem Namen führen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Positiv sei, dass neben der «Notbremse» auch Massnahmen bei Unterversorgung vorgesehen seien.

(SDA)

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