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«AHV plus» wäre ein Kündigungsgrund für die Jungen

Redaktor Fabian Schäfer zur Abstimmung über die Initiative «AHV plus» am 25. September

Fabian Schäfer

Morgen wird es laut in Bern. Die Gewerkschafter zelebrieren ­ihre «Rentendemo», um ­Stimmung zu machen für ihre Initiative «AHV plus», die am 25. September an die Urne kommt. Der Slogan des Umzugs: «Rentenabbau stoppen – AHV stärken». Was die SVP in Migrationsfragen kann, schafft die Linke bei der Altersvorsorge schon lange: In gewohnter Manier offeriert sie für komplexe Probleme simple, wohl­feile Lösungen, die scheinbar allen nützen und niemanden etwas kosten. Man fragt sich fast, warum die Gewerkschafter die Renten nur um 10 Prozent ­erhöhen wollen. Warum nicht gleich um 50 Prozent, wenn doch die AHV ein solch formidables Wunderwerk ist?

Es stimmt, dass die AHV hervorragend funktioniert. Ihr Ansatz ist bestechend effizient: Sie zieht bei den Erwerbstätigen Beiträge (Lohnabzüge) ein und verteilt diese quasi «live» an die Rentner. Bisher hat die AHV die Alterung der Gesellschaft besser gemeistert als erwartet. Doch wer genau hinschaut, merkt, dass sie nur Zeit gewonnen hat. Es ist primär der grossen Zuwanderung zu verdanken, dass die AHV nicht vor 2014 in die roten Zahlen rutschte. Jetzt aber gehts rasch bergab.

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