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AHV-Millionen im IT-Sumpf

Auffällige Spesenrechnungen, illegal vergebene Aufträge, Mobbing-Vorwürfe: Aufgetauchte Dokumente lassen auf unglaubliche Vorgänge bei der AHV schliessen.

Das Ende von Valérie Caveros Karriere kam abrupt. Anfang November 2013 raunte man sich auf den Fluren der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS) in Genf zu, die Direktorin müsse abtreten – per sofort. Cavero hatte 800 Mitarbeiter unter sich und war oberste Verwalterin des Volksvermögens der AHV.

Die ZAS-internen Inspektoren waren wiederholt auf schwere Mängel und fragwürdige Praktiken gestossen. So hatte Cavero zugelassen, dass die ZAS mehrere Millionen Franken teure Informatikprojekte gesetzeswidrig freihändig, also direkt an Unternehmen vergab; sie wusste auch oder sorgte gar dafür, dass deutlich zu teuer gewordene oder gescheiterte IT-Projekte kaschiert wurden und einzelne Projekte nur einem kleinen Kreis bekannt waren; und sie hatte die von der internen Inspektion angemahnten Mängel beim Rechnungskontroll- und Zahlungssystem nicht behoben.

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