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AKW-Gegner demonstrierten gegen «Schrottreaktor»

Mehr als tausend Menschen haben heute vor dem AKW im bernischen Mühleberg die sofortige Stilllegung des Reaktors gefordert. Das AKW sei ein untragbares Sicherheitsrisiko, betonten mehrere Redner.

Auch auf dem Zentralplatz in Biel versammeln sich die Atomkraftgegner.
Auch auf dem Zentralplatz in Biel versammeln sich die Atomkraftgegner.
Jon Mettler
Nach 11 Uhr ging es per Velo nach Mühleberg.
Nach 11 Uhr ging es per Velo nach Mühleberg.
Jon Mettler
Dort fand eine grosse Kundgebung gegen Atomenergie statt.
Dort fand eine grosse Kundgebung gegen Atomenergie statt.
Jon Mettler
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Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf 3500. Zur Demonstration aufgerufen hatten mehr als 40 Organisationen und Parteien zusammen mit den AKW-Gegnern, die seit Wochen vor dem Hauptsitz des bernischen Stromkonzerns BKW in Bern campieren.

«Mal richtig abschalten» lautete das Motto der bewilligten Kundgebung, zu der Teilnehmer per Velo angereist waren. Laut Angaben der Organisatoren kamen rund 700 Demonstranten mit dem Velo aus Bern und etwa je rund 50 aus Biel und Freiburg. «Fukushima kann man nicht mehr abstellen – Mühleberg muss man abstellen», stand auf einem der vielen Transparente auf einem Gelände in Mühleberg, das sich in BKW-Besitz befindet.

«Sicherheitsrisiko»

«Dieser Schrottreaktor ist weder erdbeben- noch überflutungssicher», sagte Jürg Joss von Fokus Anti-Atom. Deshalb müsse der Kampf gegen das AKW weitergehen, auch auf juristischem Weg. «Mühleberg erhält keine unbefristete Betriebsbewilligung, dafür sorgen wir heute und auch morgen.»

Philippe de Rougemont von der Westschweizer Organisation «Sortir du nucléaire» prangerte die «Korruption in der schweizerischen Politik» an. Ein Filz aus Politikern in Bundesbern und Vertretern der Atomlobby hielten die alten Schweizer AKWs am Laufen, obwohl die Zukunft den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz gehöre.

Rascher Ausstieg gefordert

Dass Bundesbern nun den mittelfristigen Ausstieg aus der Atomtechnologie ins Auge fasse, reiche nicht, hiess es auf einem Flugblatt. Der Ausstieg sei rasch möglich. Dazu müsse aber das System des unbegrenzten Wachstums hinterfragt werden.

Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle. Für den geordneten Ablauf der Kundgebung und die Sicherheit sorgen zwischen 20 bis 30 Freiwillige, so genannte Peacekeepers. Polizisten, Vertreter der BKW und der Gemeinde Mühleberg verfolgten das Geschehen aus Distanz. Für die musikalische Unterhaltung der Demonstrierenden sorgten die Bands Amarillo Brillo und Stiller Has.

(cch/sda)

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