Zum Hauptinhalt springen

Amstutz klarer Sieger – Markwalder enttäuscht

Der freie Berner Sitz im Ständerat wird erst am 6. März besetzt: Im ersten Wahlgang hat kein Bewerber das absolute Mehr erreicht. SVP-Kandidat Amstutz hat dennoch alle überrascht.

Am besten schnitt Adrian Amstutz (SVP) mit 136'522 Stimmen ab. Dahinter folgt Ursula Wyss (SP) mit 117'835 Stimmen. Auf Platz drei folgt Christa Markwalder (FDP) mit 69'303 Stimmen; den letzten Platz besetzt Marc Jost (EVP) mit 27'553 Stimmen, wie die Berner Staatskanzlei mitteilte. Das absolute Mehr betrug 175'607 Stimmen.

Die Parteistrategen müssen nun entscheiden, wen sie in die Stichwahl schicken wollen. Beim zweiten Umgang in drei Wochen reicht das relative Mehr zur Wahl in den Ständerat. Grundsätzlich können alle Bewerber nochmals antreten; auch neue Kandidaten sind zugelassen.

Amstutz und Wyss haben bereits heute Abend dem Wahlkampf für die Stichwahl begonnen: Beide riefen ihre Anhänger auf, in drei Wochen nochmals abzustimmen. «Die Stimmbeteiligung wird eine grosse Rolle spielen», sagte Amstutz im Schweizer Fernsehen. «Das rotgrüne Lager muss nochmals alle Kräfte mobilisieren», betonte Wyss.

Markwalder überlegt noch

Die Freisinnige Markwalder blieb unter den Erwartungen. Sie sei in der Tat enttäuscht, sagte Markwalder. Ob sie zur Stichwahl nochmals antritt, liess sie offen. Die Parteispitze werde die Lage am Montagabend analysieren. Markwalder sagte, sie habe der Mobilisierung von Rechts und Links eine «pragmatische, konstruktive Politik» entgegen gesetzt. Inwiefern das magere Resultat durch ihre Pro-EU-Haltung beeinflusst wurde, wollte sie nicht kommentieren.

Aussenseiter Marc Jost (EVP) sagte der Nachrichtenagentur SDA, angesichts der starken Konkurrenz könne er mit dem vierten Platz leben. Immerhin habe er Stimmen über die Parteibasis hinaus geholt, das sei sehr erfreulich. Zum zweiten Wahlgang wollte sich Jost nicht äussern. Er werde sich noch am Sonntagabend mit der Parteispitze beraten und am Montag mitteilen, ob er zur Stichwahl nochmals antrete.

SDA/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch