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«An Widmer-Schlumpfs Arbeit ist nichts auszusetzen»

Der SVP-Nationalrat und künftige Nationalratspräsident Hansjörg Walter ist gegen einen Angriff seiner Partei auf den Sitz der FDP. Wegen der Konkordanz käme für ihn nur eine Kandidatur gegen die BDP in Frage.

Will als Nationalratspräsident eine neutrale Position einnehmen: Der SVP-Nationalrat Hansjörg Walter in Bern. (Archivbild)
Will als Nationalratspräsident eine neutrale Position einnehmen: Der SVP-Nationalrat Hansjörg Walter in Bern. (Archivbild)
Reuters

In drei Wochen übernimmt SVP-Nationalrat Hansjörg Walter das Amt des höchsten Schweizers. Im Interview mit dem «SonntagsBlick» bestätigt er definitiv, dass er nicht als Bundesrat kandidieren wird. «Ich stehe definitiv nicht zur Verfügung. Ich will mich auf das Nationalratspräsidium konzentrieren», sagt er.

Als Nationalratspräsident will Walter eine neutrale Positionen einnehmen. «Alle müssen sich an die Regeln halten – auch Christoph Mörgeli oder Christoph Blocher», fügt er an.

SVP-Kandidat hat womöglich offiziell abgesagt

Walter wehrt sich gegen die Aussage, dass die SVP verzweifelt auf Kandidatensuche sei. «Es ist falsch zu behaupten, die SVP hätte keine Kandidaten. Die wahren Kandidaten outen sich nur noch nicht», sagt er. Er gehe davon aus, dass seine Partei bald einen valablen Kandidaten präsentiere werde. Zudem schliesst er im Interview nicht aus, dass der entsprechende Kandidat bereits offiziell abgesagt habe.

Walter, der am 23. Oktober mit einem Spitzenresultat glänzte, kritisiert aber auch die eigenen Reihen und fordert, die Wahlniederlage der SVP aufzuarbeiten. «Dass die SVP-Leitung zu stark aufs Thema Masseneinwanderung gesetzt hat, ist denkbar», sagt er. Das neueste Sorgenbarometer zeige, dass die Zuwanderung nicht mehr die grösste Sorge der Schweizer sei, sondern die Arbeitslosigkeit.

«Ich kenne Frau Widmer-Schlumpf seit Jahren»

Im «SonntagsBlick»-Interview sprich sich der Bauernpräsident für die Konkordanz aus. «Aus Sicht der Konkoranz kommt nur eine Kandidatur gegen den BDP-Sitz in Frage», sagt er. Trotzdem bewertet Walter den Job von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf positiv: «Ich kenne Frau Widmer-Schlumpf seit Jahren. An ihrer Arbeit ist nichts auszusetzen.»

Gleichzeitig wünscht sich der Thurgauer, dass FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann im Amt bleibt. «Ich gehe davon aus, dass er bei einer Wiederwahl sein Departement behält. Konstanz ist gut», sagt er. Schneider-Ammann mache seine Arbeit sehr seriös und sorgfältig. Er habe in seinem ersten Jahr viele Entscheide vertreten müssen, die er von seiner Vorgängerin übernommen habe.

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