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Arbeitsgruppe plant unterirdisches Netz für Güterverkehr

«Cargo sous terrain»: Unter diesem Namen planen Bund und Wirtschaft ein unterirdisches Verkehrsnetz. Damit soll etwa 70 Prozent des Schwerverkehrs zwischen Zürich und Bern absorbiert werden können.

Könnte dereinst unterirdisch verkehren: Die neue Hybrid-Lokomotive Eem 923 der SBB Cargo.
Könnte dereinst unterirdisch verkehren: Die neue Hybrid-Lokomotive Eem 923 der SBB Cargo.
Keystone

Seit anderthalb Jahren schmiedet eine hochkarätige Arbeitsgruppe aus Politik und Wirtschaft in aller Stille Pläne für ein unterirdisches Güterverkehrsnetz in der Schweiz. Unter dem Projektnamen «Cargo sous terrain» ist ein Netz von Tunnels angedacht, durch die unbemannte Elektrofahrzeuge in 20 bis 50 Metern Tiefe Güter transportieren sollen. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag».

Nun liegt eine erste Bilanz der Arbeiten vor: «Die technischen, ökologischen, geologischen und ökonomischen Voraussetzungen sind gegeben, um das Projekt zum Erfolg zu führen», heisst es darin. Das positive Fazit freut die Promotoren, zu denen Firmen wie Coop, Swisscom und Panalpina gehören. «Damit eröffnen wir eine dritte Dimension für den Gütertransport und schaffen auf der Oberfläche mehr Raum für die Menschen», sagt Rainer Deutschmann, Cheflogistiker von Manor und Präsident des Lenkungsausschusses.

Entlastung für Strassen und Schienen

Auch der Bund unterstützt das Projekt deshalb finanziell kräftig. Er hofft, damit die chronisch verstopfte Strassen- und Schieneninfrastruktur entlasten zu können. «Wenn man den Güterverkehr unter die Erde verlegen könnte, würde uns das die Aufgabe vereinfachen», sagt Pierre-André Meyrat, Vizedirektor im Bundesamt für Verkehr, der «NZZ am Sonntag».

Die Initianten schätzen, dass «Cargo sous terrain» etwa 70 Prozent des Schwerverkehrs auf der A1 zwischen Zürich und Bern absorbieren könnte. Die Projektleitung will bis Ende Jahr eine detaillierte Machbarkeits¬studie vorlegen. Danach sollen für das Milliardenprojekt Investoren aus der Privatwirtschaft gesucht werden.

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