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Armee vermisst mehrere Kilogramm Sprengstoff

Bei der Kontrolle von Munitionskisten in der Infanterie-Durchdiener-Rekrutenschule 14 in Aarau wurde der Verlust festgestellt. Die Militärjustiz leitete eine Untersuchung ein.

Diebstahl oder fehlerhafte Beladung? Rekruten bei einer Übung in Isone.
Diebstahl oder fehlerhafte Beladung? Rekruten bei einer Übung in Isone.
Keystone

In der Infanterie-Durchdiener-Rekrutenschule 14 in Aarau werden mehrere Kilogramm Sprengmittel vermisst. Der mutmassliche Verlust wurde gemäss Armeeangaben in der vergangenen Woche bei einer Kontrolle von Munitionskisten festgestellt.

Die Militärjustiz leitete umgehend eine Untersuchung ein, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heute Montag mitteilte.

Die Untersuchung, die seit Freitag laufe, habe noch keine Erkenntnisse hervorgebracht. Was für Sprengmittel konkret fehlen und weshalb, sagt Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage nicht. Es könne sich um einen Diebstahl, eine fehlerhafte Beladung der Munitionskisten oder um einen Fehler in der Buchhaltung handeln. Solche Zwischenfälle seien gemäss Reist «Gott sei Dank» selten.

Zwölf Handgranaten verschwunden

Die Meldung erinnert an einen prominenten Fall aus der Infanterie-Rekrutenschule 11 in Gossau SG. Dort wurden 2012 zwölf Handgranaten gestohlen. Ein damals 22-Jähriger wurde schliesslich 2014 vom Militärgericht 7 in Chur für den Diebstahl verurteilt.

Der junge Mann hat in einem unbeobachteten Moment die Handgranaten in der Munitionskiste durch Steine ersetzt. Das Urteil: Er wurde aus der Armee geworfen, erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten und eine bedingte Geldstrafe. Die Handgranaten waren zum Zeitpunkt der Verhandlung noch immer spurlos verschwunden.

SDA/woz/sip

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