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Atomausstieg auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben

Wirtschaftsredaktor Julian Witschi zur Energiepolitik des Nationalrats.

In wenigen Tagen jährt sich die Nuklearkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal. Die Havarie in Japan war Anlass für den Bundesrat, in einem historischen Entscheid den Atomausstieg der Schweiz zu beschliessen. Der Wegfall der Stromproduktion der fünf Atomkraftwerke soll mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und besserer Energieeffizienz kompensiert werden. Dies ist der Kern der Energiestrategie 2050.

Ein konkretes Datum für die Stilllegung der AKW setzte Energieministerin Doris Leuthard damals zwar nicht. Hypothetisch nehme der Bundesrat eine Laufzeit von 50 Jahren an. Die Frist könne kürzer sein, wenn es die Sicherheit erfordere. «Es könnten aber auch 60 Jahre sein.» Spätestens 2050 sollte die Energiewende aber abgeschlossen sein. Vor einen Jahr sprach sich der Nationalrat noch dafür aus, die Laufzeit der ältesten AKW entsprechend der vom Bundesrat angedachten Richtwerte auf 60 Jahre zu beschränken. Beznau I hätte damit im Jahr 2029 vom Netz gehen müssen, Beznau II 2031.

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