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Atomlager Wellenberg: Die Nidwaldner sollen dem Bund trotzen

Die Nidwaldner sollen eine Infoveranstaltung des Bundes am 3. Dezember zu einem Lager boykottieren. Dazu ruft das Komitee für die Mitsprache des Nidwaldner Volks bei Atomanlagen (MNA) auf.

Soll nicht zum Atomendlager werden: Der Wellenberg in Nidwalden.
Soll nicht zum Atomendlager werden: Der Wellenberg in Nidwalden.
Keystone

Neun mögliche Standorte für ein Atommülllager hat die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) vorgeschlagen. Jetzt versuchen Vertreter des Bundesamtes für Energie (BFE), die Bevölkerung der betroffenen Gebiete zu informieren. In den nächsten Tagen ist Stans NW an der Reihe, danach Niedergösgen SO, Oberbötzberg AG und Aarau.

In Stans formiert sich jetzt Widerstand. Das Komitee MNA ruft zum Boykott der Veranstaltung auf. Zwei Mal, 1986 und 1995, habe das Nidwaldner Volk Nein gesagt zu einem Atomendlager, heisst es in einer Medienmitteilung von heute. Bund und Nagra hätten danach mehrfach erklärt, die Pläne für ein Lager im Wellenberg seien vom Tisch.

«Ungeheure Provokation»

«Jetzt sind sie wortbrüchig geworden», schreibt MNA. Die Nagra wolle wieder in den Wellenberg. Das sei eine ungeheure Provokation und eine Geringschätzung demokratischer Entscheide, die nicht unbeantwortet bleiben dürfe. «Über den Wellenberg als Standort für ein Endlager gibts nichts mehr zu diskutieren», wird MNA-Präsident Peter Steiner zitiert.

Die Bevölkerung von Nidwalden wird deshalb aufgefordert, am 3. Dezember ihren Unmut über die krasse Missachtung des Volkswillens mit persönlicher Präsenz vor dem Veranstaltungsort - der Mehrzweckhalle Turmatt in Stans - zu markieren, die Informationsveranstaltung aber zu boykottieren.

SDA/oku

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