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Auch reiche Ausländer müssen Deutsch lernen

Im Kanton Zug wird es keine Ausnahmeregelung für reiche Ausländer geben. Neben der links-grünen Seite stimmten auch Bürgerliche gegen die Vorlage.

Im Kanton Zug sind die Reichen sehr willkommen: Eine Uhr von Bell & Ross und ein Autoschlüssel für einen Maserati als Luxussymbole. (Archivbild)
Im Kanton Zug sind die Reichen sehr willkommen: Eine Uhr von Bell & Ross und ein Autoschlüssel für einen Maserati als Luxussymbole. (Archivbild)
Gaëtan Bally, Keystone

Die Vorlage der Zuger Regierung sorgte seit Monaten landesweit für Schlagzeilen. Ausländer, die im Kanton Zug ein steuerbares Einkommen von mindestens einer Million Franken und ein steuerbares Vermögen von mindestens 20 Millionen aufweisen, sollten auch ohne Deutschkenntnisse eine Niederlassungsbewilligung C erhalten – dies aus «kantonalen fiskalischen Interessen». Betroffen wären Expats aus Südafrika, russische Pauschalbesteuerte oder grundsätzlich Ausländer von ausserhalb der EU. Die Zuger Regierung hatte die Gesetzesänderung letztes Jahr aufgegleist. Die Grün-Alternativen kündigten an, die «drohende Zuger Apartheid» mittels Referendum bekämpfen zu wollen. Und Bundesrätin Simonetta Sommaruga sagte dem TA: «Der Erwerb einer Landessprache ist der Schlüssel für die Integration von Ausländern. Das gilt für alle Menschen, die längerfristig bei uns bleiben, unabhängig von ihrem Einkommen oder dem sozialen Status.»

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