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Bäumle bleibt trotz Wahlschlappe GLP-Präsident

Fünf Sitze verloren die Grünliberalen im Nationalrat. Für den Chef ist die Partei dennoch eine unverzichtbare Kraft im Land.

Spricht von einem Härtetest: Martin Bäumle bei der Delegiertenversammlung in Genf. (7. November 2015)
Spricht von einem Härtetest: Martin Bäumle bei der Delegiertenversammlung in Genf. (7. November 2015)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Der Grünliberale-Präsident Martin Bäumle hat sich am Samstag an der Delegiertenversammlung in Lausanne kämpferisch gezeigt. «Wir haben gute Chancen, die verlorenen Sitze im Parlament wieder zurückzugewinnen.» Auch nach der Wahlniederlage ist ein Rücktritt für Bäumle kein Thema.

«Wir wussten, dass die Wahlen 2015 ein Härtetest werden. Der grosse Erfolg von 2011 war ein Geschenk. Wir waren eine neue Partei und die vorherrschenden Themen waren die Umwelt und die Atomenergie nach Fukushima», sagte der Zürcher Nationalrat in seiner Rede vor den rund 100 Delegierten.

Listenverbindungen nicht optimal

Bei diesen Wahlen hätten diese Thema keine Rolle gespielt, gestand Bäumle ein. Optimal hätten auch die Listenverbindungen nicht funktioniert. Das Resultat: Die Partei verlor fünf ihrer zwölf Sitze im Nationalrat und beide Sitze im Ständerat.

Trotz des schlechten Abschneidens will Bäumle an seinem Amt festhalten. «Ich bleibe Präsident der Partei. Ein Rücktritt steht nicht auf der Tagesordnung», sagte er der sda am Rande der Delegiertenversammlung.

Starke finanzielle Auswirkungen

In seiner Rede betonte Bäumle, wie wichtig für die Grünliberalen Eigenständigkeit sei. Es gehe darum, die Unabhängigkeit zu bewahren, aber weiterhin in Bern Brücken zu bauen. «Die Grünliberalen sind eine unverzichtbare Kraft in der Schweiz. Wir vertreten klare Positionen für die Umwelt, den Atomaustieg, eine starke Wirtschaft und gesunde Finanzen, sowie eine liberale Gesellschaft.»

Die Niederlage bei den Wahlen 2015 wirkt sich auch auf die Parteifinanzen aus. Gemäss Bäumle erhalten die Grünliberalen künftig noch einen Bundesbeitrag von 187'600 Franken. Deshalb müssten die Stellen im Generalsekretariat für das kommende Jahr von heute 730 Stellenprozente auf 440 Prozente reduziert werden.

SDA/dia

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