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Bäumle schliesst Mitte-Kandidaten für Bundesrat aus

GLP, BDP und CVP müssten zuerst «ihre eigenen Probleme sortieren», sagte der Präsident der Grünliberalen, Martin Bäumle. Danach könne man über einen Bundesrat sprechen.

«Es ist zu früh»: GLP-Präsident Martin Bäumle am Wahlsonntag. (18. Oktober 2015)
«Es ist zu früh»: GLP-Präsident Martin Bäumle am Wahlsonntag. (18. Oktober 2015)
Allesandro Della Valle, Keystone

Der Präsident der Grünliberalen, Martin Bäumle, schliesst einen gemeinsamen Gegenkandidaten der Mitteparteien zur SVP für die Bundesratswahlen aus. Dazu hätte es einen «engeren Schulterschluss» gebraucht. GLP, BDP und CVP müssten erst ihre eigenen Probleme sortieren.

«Wir haben letzte Woche vertrauliche Gespräche geführt. In diesem Rahmen haben wir eine Auslegeordnung gemacht und gemerkt: Es ist zu früh. Es gibt keine gemeinsame Linie, die wir zusammen verfolgen wollen», sagte Bäumle in einem Interview mit der Zeitung «Nordwestschweiz» vom Samstag. «Wir haben einfach festgestellt, dass wir kurzfristig keinen gemeinsamen Nenner finden, um näher zusammenzuarbeiten.»

«Um inhaltliche Zusammenarbeit bemühen»

Die Mitteparteien müssten zuerst erst ihre eigenen Probleme sortieren, sagte Bäumle. So gelte es etwa für seine Partei, sich mit den Sitzverlusten im Parlament abfinden. «Für die GLP hat das finanzielle und strukturelle Folgen.» Weil sich die Mitteparteien erst wieder finden müssten, seien für ihn die Diskussionen um die Bundesratswahlen 2015 «definitiv abgeschlossen».

Es sei daher absehbar, dass bei der Wahl im Dezember die Konkordanz wieder hergestellt werde, indem die SVP ihren zweiten Sitz erhalte, wenn sie wählbare Kandidaten präsentiere. Für die Mitte indes sollte ein zweiter Bundesratssitz im Moment die geringste Priorität haben, so Bäumle. «Wir sollten uns um eine inhaltliche Zusammenarbeit bemühen.»

SDA/chk

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