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Banken verletzen Zivilrecht

Fast alle Schweizer Banken haben Barauszahlungen an ausländische Kontoinhaber limitiert. So wollen sie verhindern, erneut ins Visier von Steuerbehörden anderer Länder zu geraten.

Ausländische Kontoinhaber erhalten nur noch limitierte Beträge bar auf die Hand ausbezahlt.
Ausländische Kontoinhaber erhalten nur noch limitierte Beträge bar auf die Hand ausbezahlt.
Keystone

Personen, die in einem anderen Land steuerpflichtig sind, können nicht mehr bar beliebig hohe Summen von ihrem Konto bei einer Schweizer Bank abheben. Die Finanzinstitute haben für solche Auszahlungen Limiten festgesetzt, die je nach Bank stark variieren können. Involvierte Experten nennen verschiedene Beträge, in der Regel dürfte sich die Bandbreite zwischen 10'000 und etwa 50'000 Franken bewegen. Die 10'000 Franken sind eine Art natürliche Untergrenze, da ab diesem Betrag beim Zoll eine Auskunftspflicht besteht. Etwa in der Mitte liegt die Raiffeisen, die in einer Umfrage gegenüber dieser Zeitung konkret Stellung bezogen hat. In der Regel werden die Bezugslimiten mit einem bestimmten Zeitraum wie zum Beispiel einem Quartal oder einem Halbjahr verknüpft. Auch aus dem Umfeld der Grossbanken werden solche Limiten bestätigt. Oft bestimmen Banken die Höhe des bar ausbezahlten Betrags aber auch individuell je nach Vertrauensverhältnis zu einem Kunden. Wer zum Beispiel überzeugende Steuernachweise vorlegt, darf auf einen grosszügigeren Umgang hoffen.

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