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Bauernverband muss nur noch den Sack zumachen

Redaktor Christoph Aebischer zur Volksinitiative für Ernährungssicherheit.

Bauernschlau ist eine etwas abgegriffene Metapher, zugegeben. Aber sie trifft eben wieder einmal ins Schwarze: Es zeichnet sich eine Wiederholung der Geschichte ab. Vor zwanzig Jahren hievten 77,6 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Landwirtschaftsartikel in die Bundesverfassung – orchestriert von der Bauernlobby. Nun bahnt sich der nächste Coup der Bauern an.

2014 lancierte der Schweizer Bauernverband die Volksinitiative für Ernährungssicherheit. Sie traf auf viel Sympathie bei der Bevölkerung. In Rekordtempo waren die nötigen Unterschriften beisammen. In einer Studie, die das Bundesamt für Landwirtschaft in Auftrag gab, setzte eine Mehrheit der Befragten das Thema weit oben auf die Prioritätenliste. Trittbrettfahrer nutzten die Gunst der Stunde und sammelten ebenfalls Unterschriften. Nun liegen neben der Bauerninitiative die Fair-Food-Initiative, die Ernährungssouveränitätsinitiative und die exotisch anmutende Hornkuhinitiative auf dem Tisch.

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