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BDP wächst weiter: Neue Sektion in Bern

Fast täglich gibt es zurzeit im Kanton Bern BDP-Sektionsgründungen, zuletzt in Langnau, Burgdorf und Schüpfen. Seit Montag hat auch Bern eine BDP-Sektion.

Die Kantonalpartei hat inzwischen bei den Mitgliedern die Tausendermarke geknackt, wie Geschäftsleitungsmitglied Lorenz Hess auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Dies sei rund sieben Wochen nach der Parteigründung ein gutes Resultat. Bis Ende Jahr dürfte die BDP Kanton Bern rund 2000 Mitglieder zählen, hofft Hess.

Auch die Bundesstadt hat neu ihre eigene Sektion der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP). Prominente Aushängeschilder sind alt Regierungsrätin Elisabeth Zölch, Ex-BLS-Direktor Mathias Tromp und die ehemalige Gemeinderätin Ursula Begert.

Am Montagabend gründeten rund 40 Mitglieder die Stadtberner Ortssektion, im Ganzen zählt sie bereits über 50 Mitglieder. Präsidiert wird die BDP-Sektion vom ehemaligen Berner SVP-Stadtparlamentarier Vinzenz Bartlome. Als Vizepräsidentin amtet Ursula Begert. Die Gründungsmitglieder wählten sie per Akklamation.

Begert trat 2004 aus der SVP aus, weil diese ihr vor den Wahlen wegen ihrer liberalen Politik die Unterstützung entzogen hatte. Als wilde Kandidatin scheiterte Begert bei den Wahlen und schied aus dem Gemeinderat aus.

Antritt bei Gemeindewahlen

Die BDP Bern will am 30. November bereits zu den Gemeindewahlen antreten. Sie hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, bis Mitte September eine Liste für den 80-köpfigen Stadtrat aufzustellen.

Es werde darum gehen, sich zu einigen wenigen Sachfragen pointiert zu äussern, sagte Begert dazu. Die BDP denkt auch über eine Listenverbindung mit einer anderen bürgerlichen Kraft nach. Die Chancen seien intakt, sagte Parteipräsident Bartlome. «Unsere Politik hat in Bern eine lange Tradition, daran können wir anknüpfen.»

«Heimat bieten»

Die BDP Stadt Bern will aber auch den «Heimatlosen» eine Heimat bieten, wie Bartlome sagte. Im Vorstand arbeiten neben den ehemaligen SVP-Mitgliedern Kurt Hirsbrunner und Werner Staudacher auch Vania Kohli, die früher einmal dem Freisinn angehörte, und Markus Wyss, der sich als «heimatlos» bezeichnete.

Für den Gemeinderat portiert die BDP voraussichtlich keine Kandidierenden. Erst müsse man sehen, dass man genug Leute für die Stadtratsliste finde, hiess es. Eine Wahl sei höchstens mit einer arrivierten Persönlichkeit zu schaffen. Eine eigene Gemeinderatskandidatur schloss Begert dezidiert aus.

Ein Votant forderte an der Versammlung denn auch eben diese Arrivierten heraus, sich für die Sache der BDP einzusetzen. Regierungsrat Urs Gasche bat die Gründungsmitglieder namens der Kantonalpartei, «am Karren zu ziehen». Er sprach den Stadtbernern aber auch Mut zu: «Die BDP der Stadt Bern wird wichtig sein für den Erfolg der BDP im ganzen Kanton Bern.»

(SDA)

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