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Berset will Hausarztlöhne um 200 Millionen erhöhen

Das Bundesamt für Gesundheit verlangt von Ärzten, Krankenkassen und Spitälern Vorschläge, wie 200 Millionen Franken umgelagert werden können. Die Hausärzte verlangen einen höheren Betrag.

Die Hausärzte fordern eine Erhöhung ihres Einkommens um 350 Millionen Franken pro Jahr: Ein Schweizer Hausarzt bei einer Behandlung in seiner Praxis. (Archivbild Keystone)
Die Hausärzte fordern eine Erhöhung ihres Einkommens um 350 Millionen Franken pro Jahr: Ein Schweizer Hausarzt bei einer Behandlung in seiner Praxis. (Archivbild Keystone)

Bundesrat Alain Berset will das Einkommen der medizinischen Grundversorger um 200 Millionen Franken im Jahr erhöhen. Dies steht in einem Brief, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Dezember an Ärzte, Krankenkassen und Spitäler verschickt hat, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet (Artikel online nicht verfügbar).

«Die Tarifpartner werden gebeten, dem BAG einen Vorschlag zur Revision der Tarifstruktur Tarmed vorzulegen, der die Grundversorger im Ausmass von 200 Millionen Franken besser stellt», heisst es darin. Gleichzeitig verlangt das Amt Vorschläge, wie dieser Betrag bei anderen Tarifpositionen kompensiert werden kann. Auf Abstriche müssten sich damit wohl vor allem Radiologen, Onkologen und andere Spezialisten gefasst machen, die zu den Spitzenverdienern unter den Ärzten gehören.

Hausärzte fordern mehr

Mit diesem Vorschlag nimmt Berset ein wichtiges Anliegen der Hausärzte auf, allerdings nur zur Hälfte. Die Hausärzte selber fordern mit ihrer 2010 eingereichten Volksinitiative zusätzliche Entschädigung von 350 Millionen Franken. Dementsprechend enttäuscht reagieren sie nun auf die Vorschläge. «200 Millionen sind für uns nicht genug», sagt Peter Tschudi, der Präsident der Hausarztinitiative. Damit rücke der angestrebte Rückzug des Begehrens in weite Ferne.

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