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Berset senkt die Medikamentenpreise

Der Bundesrat plant bei Medikamenten innert drei Jahren 240 Millionen Franken zu sparen. Möglich machen das Generika und eine stringente Preisüberwachung.

In gewissen Sparten will der Bundesrat die Vergütungen für technische Leistungen linear um 10 Prozent senken: Ein Arzt sieht sich Röntgenbilder eines Patienten an.
In gewissen Sparten will der Bundesrat die Vergütungen für technische Leistungen linear um 10 Prozent senken: Ein Arzt sieht sich Röntgenbilder eines Patienten an.
Gaetan Bally, Keystone
Der Bundesrat, der 700 Millionen Franken bei den Vergütungen für Ärzte sparen will, sieht auch punktuelle Preissenkungen vor. So will er der technischen Entwicklung Rechnung tragen. Heute können viele Operationen sehr viel rascher durchgeführt werden als früher: Geburt eines Kindes.
Der Bundesrat, der 700 Millionen Franken bei den Vergütungen für Ärzte sparen will, sieht auch punktuelle Preissenkungen vor. So will er der technischen Entwicklung Rechnung tragen. Heute können viele Operationen sehr viel rascher durchgeführt werden als früher: Geburt eines Kindes.
Gaetan Bally, Keystone
Will 240 Millionen Franken bei den Medikamenten sparen: Bundesrat Alain Berset vor den Medien in Bern. (Archiv)
Will 240 Millionen Franken bei den Medikamenten sparen: Bundesrat Alain Berset vor den Medien in Bern. (Archiv)
Peter Schneider, Keystone
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In den nächsten drei Jahren will der Bundesrat über die Medikamentenpreise 240 Millionen Franken eingesparen. Möglich machen dies Massnahmen bei den Generika und die Wiedereinführung von regelmässigen Überprüfungen kassenpflichtiger Medikamente.

Der Bundesrat hat heute die entsprechende Verordnung auf den 1. März in Kraft gesetzt. Damit kann die dreijährliche Überprüfung der Medikamentenpreise wieder aufgenommen werden. Neu wird der Auslandpreisvergleich und der sogenannte therapeutische Quervergleich je zur Hälfte gewichtet. Bei Letzterem wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vergleich zu anderen Arzneimitteln mit ähnlicher Wirkung berücksichtigt.

Will 240 Millionen Franken sparen: Bundesrat Berset vor den Medien in Bern. (1. Februar 2017) Video: Youtube/Bund

Der Bundesrat hatte die Überprüfungen nach einem Bundesgerichtsentscheid von Ende 2015 ausgesetzt. Das Gericht hatte bemängelt, dass bei der Preisüberprüfung der kassenpflichtigen Arzneimittel nur die Auslandpreise berücksichtigt wurden. Mit der Wiederaufnahme der Preisprüfungen erhofft sich der Bundesrat in den nächsten drei Jahren Einsparungen von rund 180 Millionen Franken.

Massnahmen gegen hohe Generikapreise

Die zweite Änderung betrifft die Preisfestsetzung für Generika. Bei diesen gilt: Je höher der Umsatz des Originalpräparats ist, desto grösser muss der Preisabstand für die Generika sein. Mit der neuen Bestimmung wird der Preisabstand markanter.

Zudem werden die Kriterien des differenzierten Selbstbehalts verfeinert. Die Kostenbeteiligung der Versicherten werden so angepasst, dass der Bezug von Generika attraktiver wird. Dank dieser Anpassungen können in den nächsten drei Jahren im Bereich Generika rund 60 Millionen Franken eingespart werden, schätzt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) aufgrund von Angaben der Pharmabranche.

(SDA)

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