Zum Hauptinhalt springen

«Bersets Vorgehen ist geschickt»

Der Bundesrat passt seine Vorschläge für die Rentenreform an. Politologin Silja Häusermann erkennt Kompromisse auf alle Seiten. Sie sagt, warum Frauen damit trotz der Erhöhung des Rentenalters besser gestellt würden.

Die erste und die zweite Säule sind reformbedürftig: Rentner im Zürcher Hauptbahnhof.
Die erste und die zweite Säule sind reformbedürftig: Rentner im Zürcher Hauptbahnhof.
Keystone

Frau Häusermann, der Bundesrat will seine Pläne zur Rentenreform insgesamt nur sanft modifizieren. Am Gesamtpaket hält er fest. Gefährdet das die Chancen des Vorhabens vor dem Volk? Nein, denn die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen hatten in der Vernehmlassung nicht bestritten, dass erste und zweite Säule gemeinsam reformiert werden sollten. Die Wirtschaft hatte zwar eine Zweiteilung der Reform gefordert – aber nur auf den ersten Blick. Der erste Teil enthielt nämlich alle Kernpunkte, die Innenminister Alain Berset vorgeschlagen hatte. Ihre Forderung nach einer Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre, welche die Linke nicht mittragen würde, spalteten Economiesuisse und Arbeitgeberverband in einen zweiten Teil ab. Insofern erstaunt es nicht, dass Berset an der Globalreform festhält: Die wichtigsten Akteure teilten seine diesbezügliche Meinung. Und schliesslich ist dies die Kernidee des Projekts.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.