Bondo erhält 12 Millionen für den Wiederaufbau nach Bergsturz

Im August 2017 starben beim grössten Bergsturz der Schweiz acht Wanderer, das Bergeller Dorf wurde zum Teil zerstört. Jetzt steht die Finanzierung für den Wiederaufbau.

Aufräumarbeiten im September 2017 in Bondo. (Keystone/Gian Ehrenzeller)

Aufräumarbeiten im September 2017 in Bondo. (Keystone/Gian Ehrenzeller)

Das Dorf Bondo im Bergell und die benachbarten Siedlungen werden nach dem grossen Bergsturz vom August 2017 Schritt für Schritt wieder Instand gestellt. Die Bündner Regierung genehmigte für die Finanzierung von zwei Teilprojekten insgesamt knapp 12 Millionen Franken.

9,6 Millionen Franken des Kantons fliessen in das Teilprojekt «Sofortmassnahmen, Räumung und Deponie». Wie die Regierung am Donnerstag informierte, belaufen sich die Gesamtkosten auf 12 Millionen Franken. Abgeschlossen werden soll das Projekt 2023. Weitere 2,08 Millionen Franken bezahlt der Kanton an die Instandstellung der forstlichen Gemeindeinfrastruktur mit Gesamtkosten von 2,6 Millionen Franken. Das Gesamtprojekt Wiederaufbau Bondo enthält laut Regierungsangaben sechs weitere Teilprojekte.

Beim grössten Bergsturz in der Schweiz seit über 130 Jahren waren im August 2017 drei Millionen Kubikmeter Fels vom Piz Cengalo ins Tal gestürzt. Acht Wanderer, Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, kamen ums Leben. Etwa 500'000 Kubikmeter Schutt flossen damals in mehreren Murgängen das Val Bondasca hinab bis nach Bondo und den umliegenden Siedlungen Promontogno, Sottoponte und Spino.

sep/sda

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