Zum Hauptinhalt springen

Bund ermittelt seit 12 Jahren gegen Hass-Prediger

Abu Ramadan steht seit 2005 unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden. Dennoch wurde bis heute kein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan.
Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan.
Facebook
Abu Ramadan hat hier gepredigt: Der Eingang zur Ar'Rahman-Moschee in Biel. (23. August 2017)
Abu Ramadan hat hier gepredigt: Der Eingang zur Ar'Rahman-Moschee in Biel. (23. August 2017)
Peter Klaunzer, Keystone
Ein Schriftzug in der Ar'Rahman-Moschee in Biel. (23. August 2017)
Ein Schriftzug in der Ar'Rahman-Moschee in Biel. (23. August 2017)
Peter Klaunzer, Keystone
1 / 4

In seinen Predigten in der Bieler Ar-Rahman-Moschee hatte Abu Ramadan zur Vernichtung von Andersgläubigen aufgerufen. Für Rechtsexperten ist dies ein klarer Verstoss gegen die Antirassismusstrafnorm. Obwohl Strafverfolger in solchen Fällen verpflichtet sind, ein Verfahren einzuleiten, ist gegen den Hassprediger bisher nichts unternommen worden.

Offenbar ermitteln die Sicherheitsbehörden seit 2005 «in mehren Fällen» gegen Abu Ramadan, wie eine Sprecherin des Nachrichtendienst des Bundes (NDB) gegenüber dem «Blick» sagte. Seit 2016 steht der Imam von Biel wegen des Verdachts auf Radikalisierung und Aufruf zu Gewalt sogar im Visier des NDB. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, so die Sprecherin im «Blick».

IZRS nimmt Imam in Schutz

Der Imam war unlängst ins Rampenlicht der Medien geraten. Recherchen des Tages-Anzeigers und der «Rundschau» haben ergeben, dass der Hassprediger jahrelang Sozialgelder bezogen hat.

Zum Inhalt

Dazu meldete sich jetzt der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) zu Wort. Die in der «Rundschau» zitierten arabischen Textstellen seien mangelhaft bis gänzlich falsch übersetzt, schreibt der IZRS in einer Stellungnahme. Auch inhaltlich seien in dem Beitrag über Abu Ramadan grobe Fehler passiert. So sei die Fahne des islamischen Glaubensbekenntnisses salopp als «Flagge des Jihads» vorgestellt worden.

SRF: Zitate dreimal überprüft

Dazu sagt ein Sprecher der «Rundschau» gegenüber Redaktion Tamedia: «Wir weisen die Vorwürfe zurück und halten an unserer Darstellung fest. Die Zitate sind von drei verschiedenen Übersetzern geprüft worden.»

Zur in der Sendung gezeigten Flagge sagte der Sprecher, dass diese von verschiedenen jihadistischen Organisationen verwendet werde. «Es ist in diesem Sinne sicher zulässig, die Fahne als Symbol des Jihads zu bezeichnen.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch