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Bundespersonal erhält bis zu 5 Prozent mehr Lohn

Alle Angestellten der Bundesverwaltung erhalten 2009 mindestens 2,2 Prozent mehr Lohn. Die Kader erhalten gar 5 Prozent, um den Rückstand zur Privatwirtschaft wettzumachen.

Die Spitzen der Personalverbände und Finanzminister Hans-Rudolf Merz haben sich heute auf die Lohnrunde für das kommende Jahr geeinigt. So erhalten alle Bundesangestellten 2009 den vollen Teuerungsausgleich auf Basis der Jahresendteuerung.

Die Mitarbeiter der unteren Lohnklassen erhalten zudem eine Reallohnerhöhung im Umfang von 1,1 Prozent. Die Löhne der Kaderangestellten in den Lohnklassen 24 bis 29 werden um 2,5 und jene der Angestellten in den Lohnklassen 30 bis 38 um 5,5 Prozent angehoben. Mit dieser strukturellen Korrektur soll die Konkurrenzfähigkeit zur Privatwirtschaft verbessert werden, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) schreibt. So hatte ein Lohn- und Pensionkassenvergleich vom November 2005 Rückstände der Löhne in den öffentlichen Verwaltungen ab rund 120'000 Franken Jahreseinkommen aufgezeigt.

Die Rentner gehen leer aus

Die Personalverbände hatten eine Reallohnerhöhung von zwei bis drei Prozent für alle Mitarbeiter gefordert. Begründet wurde die Forderung unter anderem auch mit Wechsel zum Beitragsprimat bei der Bundespensionskasse Publica. Dieser habe dazu geführt, dass rund 5000 Mitarbeitende einen kleineren Nettolohn und gleichzeitig geringere Leistungen in der beruflichen Vorsorge hinnehmen müssten.

Der Bund wies aber eine über 1,1 Prozent hinausgehende generelle Reallohnerhöhung ab. Dies mit dem Hinweis, dass die unteren und mittleren Lohnklassen durchaus konkurrenzfähig seien. Zudem sprächen auch finanzpolitische Überlegungen gegen die generelle Erhöhung. Nicht nachgekommen ist der Bund auch der Forderung nach einem Teuerungsausgleich für die Rentner. Immerhin habe Bundesrat Merz die Forderung «als gesetzt» anerkannt, schreibt die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB). Man werde ihn daran erinnern.

AP/oku

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