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Chauffeure über 80 sollen nur noch befristet fahren dürfen

Nach dem Car-Unfall am Grossen St.Bernhard prüft der Bund, ob Fahrausweise für über 80-Jährige Chauffeure auf ein Jahr beschränkt sein sollen. Die Branche denkt gar über eine Alterslimite nach.

Eine Alterlimite zum Führen eines Reisecars drängt sich trotz des Unfalls nicht auf, sagte Rudolf Dieterle, Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra), in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». Im konkreten Fall sei der Zusammenhang zwischen Alter des Chauffeurs und Unfall nicht erhärtet.

Das Astra werde aber eine Befristung der Fahrerlaubnis für über 80-jährige Buschauffeure auf ein Jahr vorschlagen. Bisher müssen sich diese ab dem 70. Altersjahr alle zwei Jahre einer ärztlichen Untersuchung unterziehen.

Die letzte Kontrolle des 81-jährigen Unfallchauffeurs vom Grossen St. Bernhard lag zwei Monate zurück. Er und ein 56-jähriger Passagier waren bei dem Unfall am Dienstag ums Leben gekommen. 26 weitere Personen wurden verletzt.

Obergrenze 75 Jahre

Die Branche selbst sprach sich in der «SonntagsZeitung» für eine Alterslimite aus. Wie Michael Gehrken, Direktor des Nutzfahrzeugsverbands Astag, zu dem Artikel sagte, ist die Limite bei der Fachgruppe Cartourisme suisse traktandiert. Ob sie dereinst bei 75 festgelegt werde, sei offen.

Die Einführung einer Alterslimite wäre Sache des Gesetzgebers. Der Verband allein könne sie nicht einführen, denn sie würde für die Mitglieder einen Wettbewerbsnachteil bedeuten, sagte Gehrken. Er wies darauf hin, dass die Firma, welche den Unglückscar betrieb, nicht Verbandsmitglied war.

SDA/oku

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