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Cisalpino fährt versuchsmässig mit Neigetechnik

Das Bundesamt für Verkehr bewilligt für ein Jahr, dass der Zug mit eingeschalteter Neigetechnik durch den Gotthard fahren darf. So soll der Cisalpino endlich pünktlich ankommen.

Bislang oft rund 20 Minuten verspätet: Cisalpino (Archivbild).
Bislang oft rund 20 Minuten verspätet: Cisalpino (Archivbild).

Der Cisalpino ETR 610 darf künftig mit eingeschalteter Neigetechnik, aber nur mit reduziertem Tempo in Kurven, über die Gotthardstrecke fahren. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat der SBB eine bis Ende Februar 2012 befristete Bewilligung erteilt.

BAV-Sprecherin Olivia Ebinger bestätigte am Freitag eine Meldung des «Beobachter»-Onlineportals. Bei der SBB hiess es auf Anfrage, die offizielle schriftliche Genehmigung des BAV liege noch nicht vor, man sei erst mündlich informiert worden.

Deshalb wollte SBB-Sprecher Renzo Cicillini vorderhand keine weiteren Angaben machen, nur so viel: Die SBB gehe davon aus, dass mit der Nutzung der Neigetechnik der Fahrplan künftig eingehalten werden könne. Ab wann die Zulassung umgesetzt werde, sei noch offen.

Reduzierte Geschwindigkeit

Derzeit müssen Reisende von der Schweiz nach Mailand Verspätungen von rund 20 Minuten in Kauf nehmen, da die Strecke auf Weisung des BAV aus Sicherheitsgründen nur mit ausgeschalteter Neigetechnik befahren werden durfte.

Um doch noch die Neigetechnik anwenden zu können, hatte die SBB die Wahl: entweder Änderungen am ETR 610 vorzunehmen oder das Tempo zu reduzieren. Die nun erfolgte Zulassung gilt für reduzierte Geschwindigkeiten vor allem in Kurven und betrifft alle Neigezüge, auch den ICN. Trotzdem geht die SBB davon aus, den Fahrplan künftig einhalten zu können, da die Zeit auf anderen Streckenabschnitten aufgeholt werden kann.

SDA/oku

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