Darf Postchefin Ruoff bleiben?

Die Untersuchungsergebnisse zum Buchhaltungsskandal bei der Postauto AG werden am Montag vorgestellt. Gemäss einem Bericht haben sie personelle Konsequenzen.

Die Post musste das Fehlverhalten ihrer Tochtergesellschaft nach einer Untersuchung des Bundesamts für Verkehr eingestehen: Konzernleiterin Susanne Ruoff an der Medienkonferenz. (6. Februar 2018)

Die Post musste das Fehlverhalten ihrer Tochtergesellschaft nach einer Untersuchung des Bundesamts für Verkehr eingestehen: Konzernleiterin Susanne Ruoff an der Medienkonferenz. (6. Februar 2018)

(Bild: Keystone/Peter Schneider)

Nach der Subventionstrickserei bei Postauto Schweiz darf Postchefin Susanne Ruoff trotz Kritik an ihrer Person offenbar ihren Job behalten, dafür muss Vize-Verwaltungsratspräsident Adriano P. Vassalli den Hut nehmen. Dies berichtet der «SonntagsBlick» unter Berufung auf Insider.

Ruoff stellte sich bislang auf den Standpunkt, sie habe zwar von Problemen gewusst, nicht aber von illegalen Machenschaften.

Vassalli steht kurz vor der Pensionierung: Der Vize-Verwaltungsratspräsident bei der Präsentation einer Sonderbriefmarke anlässlich des Filmfestivals Locarno. (29. März 2017) (Quelle: Keystone/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Vassalli ist der Zuständige im Ausschuss für Audit, Risk & Compliance - jene Abteilung, deren Aufgabe es ist zu prüfen, ob Gesetze eingehalten werden. Der 64-Jährige sitzt seit 2010 im obersten Gremium des Bundeskonzerns und steht kurz vor der Pensionierung. Vassalli wollte die Recherchen nicht kommentieren und sagte zur Zeitung nur: «Sie werden am Montag informiert.»

Skandal kam im Februar ans Licht

Am Montag informieren Verkehrsministerin Doris Leuthard und Post-Präsident Urs Schwaller über ihre Untersuchungsergebnisse zur Postauto-Affäre. Vor rund drei Wochen wurden die Untersuchungen beendet. Der Bundesrat gab am Freitag an seiner wöchentlichen Sitzung grünes Licht zu den Resultaten.

Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Postauto AG jahrelang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinn erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte. Letztere verlangen deshalb 78,3 Millionen Franken von der Post zurück.

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