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Das Berner Paar

Das Parlament hat Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann zu neuen Mitgliedern der Regierung gewählt.

Die beiden Berner nach ihrer Wahl im Nationalratssaal.
Die beiden Berner nach ihrer Wahl im Nationalratssaal.
Keystone
«Ich schwöre es»: Die soeben in den Bundesrat gewählten Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann legen das Gelübde respektive den Eid auf ihr neues Amt ab.
«Ich schwöre es»: Die soeben in den Bundesrat gewählten Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann legen das Gelübde respektive den Eid auf ihr neues Amt ab.
Keystone
Das wars: Bundesrat Moritz Leuenberger bei seiner Verabschiedung im Nationalrat vor den Ersatzwahlen in den Bundesrat.
Das wars: Bundesrat Moritz Leuenberger bei seiner Verabschiedung im Nationalrat vor den Ersatzwahlen in den Bundesrat.
Keystone
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Der Berner FDP-Nationalrat Johann Schneider-Ammann und die Berner SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga sind in den Bundesrat gewählt worden. Damit kommt es in der Landesregierung erstmals zu einer Berner Doppelvertretung.

Unmittelbar nach ihrer Wahl sind die beiden neuen Mitglieder des Bundesrats vereidigt worden. Schneider-Ammann wählte den traditionellen Schwur. Auf die Formel «Ich schwöre vor Gott dem Allmächtigen, die Verfassung und die Gesetze zu beachten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen» antwortete er: «Ich schwöre es!»

«Ich gelobe es»

Sommaruga legte statt des Eids das säkulare Gelübde ab. Auf die verlesene Formel «Ich gelobe, die Verfassung und die Gesetze zu beachten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen» sagte sie: «Ich gelobe es!»

Erstmals in der Geschichte der Schweiz haben mit der Wahl Sommarugas Frauen die Mehrheit in der Regierung. Sie haben vier der sieben Sitze im Bundesrat inne. Die Schweiz führte das Frauenwahlrecht als eines der letzten Länder in Europa ein. Erst 1971 erhielten Frauen nach erfolgreichem Referendum das Stimmrecht. Im Kanton Appenzell Innerrhoden dürfen Frauen erst seit 1990 wählen.

Enttäuschung bei Anhängern der Unterlegenen

Mit «grosser Enttäuschung» haben die FDP-Frauen Schweiz auf die Nichtwahl von Karin Keller-Sutter im Rennen um die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz reagiert. «Wir hatten eine hervorragende Kandidatin, die aber in einer fairen Ausmarchung unterlegen ist», sagte Claudine Esseiva, Generalsekretärin der FDP Frauen Schweiz.

Ebenfalls enttäuscht zeigten sich die Anhänger von Jacqueline Fehr, der zweiten SP-Kandidatin neben Sommaruga. Rund 50 SP-Mitglieder und Weggefährten waren am Mittwoch ins Kulturzentrum Alte Kaserne in Fehrs Heimatstadt Winterthur gekommen, um ihr die Daumen zu drücken - vergeblich.

Auch die Vertreter der Stadt Winterthur sind enttäuscht. Es ist lange her, seit Winterthur einen Bundesrat stellen konnte. 1984, also vor 26 Jahren, wurde Rudolf Friedrich (FDP) in die Landesregierung gewählt.

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