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«Das ehrt die Schweizer Parlamentarier nicht»

Duma-Präsident Sergej Naryschkin wurde gestern von der Schweiz ausgeladen. Das lässt dieser nicht auf sich sitzen.

Die Schweiz müsse eine «ruhige und objektive» Position einzunehme: Sergej Naryschkin, der Präsidenten der russischen Staatsduma.
Die Schweiz müsse eine «ruhige und objektive» Position einzunehme: Sergej Naryschkin, der Präsidenten der russischen Staatsduma.
Reuters

Sergej Naryschkin, der Präsidenten der russischen Staatsduma, ist enttäuscht über die Absage seines Besuches in der Schweiz. Der Parlamentsdienst hatte gestern mitgeteilt, das Treffen bei Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger (CVP/LU) am 23. und 24. September finde nicht statt. Ein Treffen sei momentan «nicht opportun».

Er bedaure, so Naryschkin, dass man dieses wertvolle und symbolische Treffen und die möglichen Gespräche über die bilaterale Beziehung nicht wahrnehme. Laut eines Berichts des Onlineportals von RTS hatte sich Naryschkin gegenüber der russischen Zeitung «Ria Novosti» geäussert.

Die Neutralität der Schweiz werde es dem Land wohl erlauben, eine «ruhige und objektive» Position einzunehmen. Zudem müsse es auch möglich sein, sich alle Meinungen eines komplexen Themas anzuhören. «Man kommt nicht umhin, festzustellen, dass unsere Schweizer Kollegen durch Druck von Aussen von ihren Prinzipien abgewichen sind. Das ist sehr schade, zumal es die Parlamentarier eines souveränen und demokratischen Staates nicht gerade ehrt.»

Kontakte zurückhaltend pflegen

Geplant war ein Besuch des Vorsitzenden der russischen Staatsduma beim Schweizer Parlament im Rahmen des 200-Jahr-Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland.

Kontakte auf höchster Ebene mit ihrer grossen Symbolkraft müssten während internationalen Auseinandersetzungen und Konflikten zurückhaltend gepflegt werden, begründeten die Parlamentsdienste die Absage weiter. In solchen Momenten habe vor allem die neutrale Rolle der Schweiz einen besonderen Stellenwert.

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