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Das GA schlägt 200 Franken auf

Mit dem neuen Fahrplan um das Herzstück Gotthard-Basistunnel führen die SBB weitere Neuerungen ein. Auch bei den Tarifen.

Beliebtes Generalabonnement: Ein Fahrgast zeigt einer SBB-Zugbegleiterin sein GA.
Beliebtes Generalabonnement: Ein Fahrgast zeigt einer SBB-Zugbegleiterin sein GA.
Christian Beutler, Keystone

Der neue Gotthardtunnel steht im Zentrum der Fahrplan-Änderungen, die ab dem 11. Dezember gelten. Die Fahrt von der Deutschschweiz ins Tessin wird 30 Minuten schneller. Nach Italien beträgt der Zeitgewinn 40 Minuten. Drei Schnellzüge in zwei Stunden werden dann pro Richtung verkehren.

Das Bahnangebot über die Gotthard-Panoramastrecke bleibt für den Berufs- und Tourismusverkehr bestehen. Zwischen Erstfeld und Bellinzona verkehren stündlich Regioexpress-Züge mit Anschluss an die Fernverkehrszüge in Erstfeld und Bellinzona.

Teurere Generalabonnemente

Von April bis Oktober verkehrt an Wochenenden und Feiertagen zusätzlich ein direkter Zug – der sogenannte «Gotthard-Weekender» – von Zürich direkt nach Bellinzona über die alte Gotthardlinie. Ab Ostern bis Ende Oktober gibt es zudem den «Gotthard Panorama Express». Das Angebot führt von Luzern per Schiff nach Flüelen und anschliessend im Zug über den Gotthard.

Mit dem Angebotsausbau steigen auch die Billettpreise: Das Generalabonnement (GA) für ein Jahr kostet in der 2. Klasse neu 3860 Franken statt wie bisher 3655 Franken. Ein Aufschlag von 205 Franken. GA-Reisende in der 1. Klasse zahlen 330 Franken mehr, was neu 6300 Franken ergibt.

Preisüberwacher handelte Rabatt aus

Diese Aufschläge sind seit September bekannt. Damals informierte Preisüberwacher Stefan Meierhans, er habe sich «nach intensiven Verhandlungen» mit der Branche des öffentlichen Verkehrs auf Preiserhöhungen geeinigt. Sie würden mit Rabatten und tieferen Tarifen bei anderen Angeboten würden die Billett-Preise 2017 durchschnittlich noch 3 Prozent teurer.

Schon damals hiess es, die GA-Besitzer würden besonders zur Kasse gebeten. Der durchschnittliche Aufschlag über alle GA-Kategorien gerechnet beträgt laut den SBB nun 4,2 Prozent. Bisherige Besitzer können bei nahtloser Erneuerung ihres Abonnements ab dem 1. Februar 2017 bis zum 31. Januar 2018 aber noch von einem Rabatt profitieren. Sie zahlen dann je nach GA-Kategorie noch gleich viel wie heute oder nur wenig mehr.

Einzelbillette der 1. und 2. Klasse werden durchschnittlich 2,5 Prozent teurer. Die SBB weiten auch das Billett-Sortiment aus. So können mit der Kinder-Mitfahrkarte neu alle Begleitpersonen über 16 Jahre für 30 Franken pro Jahr mit einem Kind unter 16 Jahren mit dem öffentlichen Verkehr reisen. In dieses Angebot integriert wird die Enkel-Karte. Neu können die Begleitpersonen nicht nur Eltern oder Grosseltern sein, sondern auch Nachbarn, Tante, Onkel oder Freunde.

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Ab Anfang April 2017 wird zudem schweizweit das Modul-Abo eingeführt. Dieses ermöglicht die Kombination von Strecken mit lokalen Verkehrsverbunden und deren Streckennetzen.

Neue Uniformen

Mit dem Fahrplanwechsel ändert auch das Erscheinungsbild des Zugspersonals: Die SBB führen eine neue Uniform ein. Das Schalterpersonal will die Bahn im Frühling 2017 neu einkleiden.

SDA/rub

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