Zum Hauptinhalt springen

Das Loch in der Entsorgungskasse

Die Finanzkontrolle des Bundes betritt heikles Terrain: In einem Bericht stellt sie fest, dass für die Stilllegung und Entsorgung von AKW zu wenig gespart wird.

Die Eidgenössische Finanzkontrolle betritt mit ihrem gestern veröffentlichten Bericht ein Minenfeld, denn heute beginnt im Parlament die Beratung der sogenannten Energiewende (Atomausstieg). Sie prüfte die beiden Fonds für die Stilllegung von Atomkraftwerken und die Entsorgung von Atommüll.

Sie kommt zum Schluss, dass die Stilllegungs- und Entsorgungskosten in Zukunft sehr wahrscheinlich höher sein werden als heute kalkuliert. Die jährlichen Beiträge der Betreiber der vier AKW Mühleberg, Gösgen, Leibstadt und Beznau seien zu tief. Ihr Fazit: «Der Strom wurde in den letzten Jahren tendenziell zu günstig verkauft. Damit muss die nächste Generation dereinst für die Kosten aus der heutigen Geschäftstätigkeit (der Atomkraftwerke) aufkommen.» Heute zahlt der Stromkonsument an diese Kosten 0,9 Rappen pro Kilowattstunde (dreissig Minuten Betriebszeit ­eines Wasserkochers).

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.