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Der einzig gangbare Weg

Die Verhandlungsstrategie des Bundesrats führt zu keiner schnellen Lösung, verspricht aber trotzdem Erfolg.

Intellektuelle, Firmenchefs, Künstler und Alt-Bundesrichter sorgen sich um unser Land. Sie sind nachhaltig erschüttert durch das Ja zur Zuwanderungsinitiative. Landauf, landab ­werden Appelle für eine offene Schweiz formuliert, und Professoren feilen an Volksinitiativen, die den 9. Februar ungeschehen machen sollen. Das ist alles gut gemeint, und die Sorgen sind teilweise berechtigt. Doch ­­weder Petitionen noch neue­ ­Initiativen lösen das Problem.

Das Problem besteht darin, dass eine knappe Mehrheit die hohe Zuwanderung als problematisch empfindet. Und darin, dass nach dem 9. Februar unklar ist, wie die bilateralen Verträge gerettet werden können. Zu meinen, all das lasse sich mit einer möglichst schnellen neuen Abstimmung aus der Welt schaffen, wäre naiv. Wer das Volk rasch vor die Grundsatzfrage Bilaterale Ja oder Nein stellen will, gerät in den Ruch, ein Erpresser zu sein. Und ­riskiert, dass der Befreiungsschlag zum Bumerang wird.

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