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Der Gewerkschafter als Patron

Corrado Pardini, nachrückender Berner SP-Nationalrat, wird bereits als neuer Unia-Präsident gehandelt. Er beeindruckt und irritiert.

Er sucht die Macht und liebt den Streit: Corrado Pardini, der neue starke Mann der Unia.
Er sucht die Macht und liebt den Streit: Corrado Pardini, der neue starke Mann der Unia.
Keystone

Am Sonntag ist Tag der Arbeit, aber für Corrado Pardini ist jeder Tag im Jahr ein 1. Mai. Pardini, italienischer Secondo aus dem Berner Breitenrain, bei der damaligen Maschinenfabrik Wifag als Schlosser ausgebildet, nach drei Wochen der Gewerkschaft SMUV beigetreten, nach zwei Jahren Wirtschaftsgymnasium vom Gewerkschaftssekretär zum nationalen Geschäftsleiter der Unia aufgestiegen, wird in Bern und Biel tun, was er besonders gut kann: auftreten und reden. Dabei will er den Leuten von der Arbeit der Gewerkschaft und vom Wert der Arbeit erzählen. «Wer selber in einer Fabrik gearbeitet hat, weiss, dass die Fabrik auch eine Heimat ist», sagt er. «Und wer entlassen wird, ist heimatlos.»

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