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«Der Übergang gilt als ungefährlich»

Weshalb war der Unfall-Übergang von Wolfenschiessen noch immer ungesichert? Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn, nimmt Stellung.

«Wir wollen uns nicht den Vorwurf machen lassen, in dieser Sache zu wenig Druck gemacht zu haben»: Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn, stellt sich nach dem Unglück von Wolfenschiessen den Fragen der Journalisten. (11. August 2014)
«Wir wollen uns nicht den Vorwurf machen lassen, in dieser Sache zu wenig Druck gemacht zu haben»: Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn, stellt sich nach dem Unglück von Wolfenschiessen den Fragen der Journalisten. (11. August 2014)
Stefan Hohler
Schwerer Unfall an Bahnübergang in Wolfenschiessen NW: Das Unfallauto steht auf der Hauptstrasse neben der Bahnlinie. (11. August 2014)
Schwerer Unfall an Bahnübergang in Wolfenschiessen NW: Das Unfallauto steht auf der Hauptstrasse neben der Bahnlinie. (11. August 2014)
Stefan Hohler
Damals stiess ein ausländischer Personenwagen mit der Zentralbahn zusammen.
Damals stiess ein ausländischer Personenwagen mit der Zentralbahn zusammen.
Keystone
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Herr Fasciati, bereits im Juli hat ein Bahnübergang bei Wolfenschiessen wegen einer Kollision zwischen einem Zug und einem Auto für Diskussionen gesorgt. Weshalb sind diese Stellen noch immer ungesichert?

Die Stelle, an welcher der Unfall passiert ist, ist übersichtlich. Der Übergang gilt als ungefährlich und wurde deshalb im Sanierungsplan auch nicht prioritär behandelt. Die Zentralbahn hat sich darauf konzentriert, jene Übergänge zuerst zu erneuern, welche als gefährlich gelten. Ich möchte darauf hinweisen, dass der heutige Stand dieser Übergänge vorschriftsgemäss ist. Wir haben bis Ende 2015 Zeit, die Anpassungen vorzunehmen.

Was wird mit diesem Übergang geschehen?

Der Bahnübergang wird mit Schranken und Wechselblinklichtern ausgerüstet.

Wie viele Übergänge muss die Zentralbahn denn sanieren?

Die Zentralbahn hatte 217 ungesicherte Bahnübergänge, die saniert werden müssen. 147 wurden bereits erneuert. Die restlichen 70 sollten bis Ende 2014 gesichert oder aufgehoben werden. Grundsätzlich sind wir gut im Fahrplan. Das einzige Problem stellt sich eben in Wolfenschiessen.

Inwiefern?

Hier kostet die Erneuerung einiger Übergänge mehr, als man ursprünglich dachte. Der Landrat hat die Baudirektion von Nidwalden und die Zentralbahn beauftragt, nach günstigeren Möglichkeiten zur Sanierung zu suchen. Von unserer Seite gibt es aber wenig Spielraum, Kosten einzusparen: Es ist klar definiert, wie ein Bahnübergang ausgerüstet sein muss. Mit den Baupartnern haben wir aber nach Lösungen gesucht, wie man die Anpassungen an der Strasse günstiger machen könnte.

Das heisst, die Sanierung dieser Übergänge wurde verschleppt?

Nein, das stimmt so nicht. Erstens kann man nicht alle Übergänge gleichzeitig sanieren. Zweitens haben wir die Anträge für die Umbauten fristgerecht beim Bundesamt für Verkehr eingereicht. Sobald wir also die Genehmigung vom Bund erhalten, wird der Unfall-Übergang von Wolfenschiessen umgebaut. Sollten wir bei einzelnen Übergängen doch noch Sparmöglichkeiten finden, werden wir einfach nachträglich Projektänderungen beantragen. Wir wollen uns nicht den Vorwurf machen lassen, in dieser Sache zu wenig Druck gemacht zu haben.

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