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Der wohl teuerste Wahlkampf aller Zeiten

Die Parteien geben dieses Jahr rund einen Viertel mehr für den Wahlkampf aus. Vor allem zwei Parteien tragen dazu bei.

Die SVP hat die Investitionen in den Wahlkampf verdreifacht: Bundesrat Ueli Maurer mit Plüschhund Willy an der Delegiertenversammlung der Partei. (4. Juli 2015)
Die SVP hat die Investitionen in den Wahlkampf verdreifacht: Bundesrat Ueli Maurer mit Plüschhund Willy an der Delegiertenversammlung der Partei. (4. Juli 2015)

1'346'000 Franken. So viel investiert die SP in den Wahlkampf. Als erste Partei haben die Sozialdemokraten ihr Budget im Detail online publiziert. Ansonsten fehlt mehrheitlich die Transparenz über die Geldmittel im Wahlkampf.

Dem können die Zahlen von MediaFocus, die der SRF-Sendung «10 vor 10» vorliegen, etwas entgegenwirken. Das Unternehmen beobachtet, wie die Parteien Wahlwerbung betreiben – also wie viele Inserate sie schalten oder wie viele Plakate sie aufstellen lassen. Die Erkenntnis: In diesem Jahr sind die Ausgaben der Parteien rund ein Viertel höher als vor vier Jahren.

Der Vorwahlkampf «wichtiger denn je»

Rund 90 Prozent der Ausgaben kommen aus den Kassen der FDP und SVP. Letztere stieg früher in den Wahlkampf ein und verdreifachte ihre Investitionen im Vergleich zum letzten Wahlkampf. Der Vorwahlkampf sei «wichtiger denn je», begründet Wahlkampfleiter Albert Rösti die Ausgaben.

Das sind laut MediaFocus die Ausgabe für Wahlwerbung zwischen April und Juli 2015:

SVP: 1'732'788 Franken (2011: 548'799 Franken)FDP: 1'084'078 Franken (2011: 889'283 Franken)CVP:145'893 Franken (2011: 841'067 Franken)SP:70'790 Franken (2011: 127'902 Franken)Grüne: 52'780 Franken (2011: 37'372 Franken)

Der diesjährige Wahlkampf könnte der teuerste aller Zeiten werden, sagt Georg Lutz, Politikwissenschafter der Universität Lausanne, zu SRF. Ob höhere Ausgaben zu einem grösseren Wahlerfolg führen, ist jedoch umstritten.

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