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Deutlich mehr Ja-Stimmen von Frauen bei den Agrarinitiativen

Die Tamedia-Nachwahlbefragung hat besonders bei der Fair-Food-Initiative schweizweit markante Unterschiede bei der Stimmabgabe ergeben.

Hätte nur die Westschweiz abgestimmt, wären Fair Food und Ernährungssouveränität durchgekommen: Obst und Gemüse in einem Bioladen. Bild: Keystone
Hätte nur die Westschweiz abgestimmt, wären Fair Food und Ernährungssouveränität durchgekommen: Obst und Gemüse in einem Bioladen. Bild: Keystone

Die Stimmberechtigten haben die beiden Agrar­initiativen deutlich verworfen. Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sprach am Sonntag von einem «klaren Zeichen der Unterstützung» für die heutige Landwirtschaftspolitik. Ennet des Röstigrabens sieht man das wohl anders – hätte nur die Westschweiz abgestimmt, wären Fair Food und Ernährungssouveränität durchgekommen. Anderer Meinung dürften auch überdurchschnittlich viele Frauen und Junge sein: Die Tamedia-Nachbefragung hat ergeben, dass bei ihnen gerade die Fair-Food-Vorlage Anklang gefunden hat.

Gemäss der Befragung haben 45 Prozent der Frauen für die ­Initiative gestimmt. Gleich hoch war die Zustimmung der 18- bis 34-Jährigen. Zum Vergleich: Von den Männern legten weniger als ein Drittel ein Ja in die Urne und bei den älteren Stimmberechtigten (65+) lag die Zustimmung gar nur bei 28 Prozent. Stärkstes Argument der Fair-Food-Gegner waren die steigenden Lebensmittelpreise, 42 Prozent begründeten ihr Nein damit. Den grössten Zuspruch erhielt das Anliegen von links: Wer die Grünen oder die SP wählt, stellte sich mehrheitlich hinter die Vorlage. Auch die ­Initiative für Ernährungssou­veränität kam bei Jüngeren und Frauen besser an. Die Zustimmung war aber bereits deutlich tiefer, selbst unter SP-Wählern fand sich keine Mehrheit mehr. An der Befragung haben 8499 Personen aus der ganzen Schweiz teilgenommen.

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