Die Armee verschrottet die Hälfte ihrer Munition ungebraucht

Für knapp 150 Millionen Franken kauft das VBS neue Munition – und schmeisst die veraltete weg.

Die Schweizer Armee muss Munition in Milliardenhöhe entsorgen: Geladene Magazine für das Sturmgewehr 90 – hier an der Grenadier-Rekrutenschule in Isone. (Archivbild)

Die Schweizer Armee muss Munition in Milliardenhöhe entsorgen: Geladene Magazine für das Sturmgewehr 90 – hier an der Grenadier-Rekrutenschule in Isone. (Archivbild)

(Bild: Keystone Christian Beutler)

Gemäss Rüstungsprogramm 2019 plant das Verteidigungsdepartement den Kauf neuer Munition – im Wert von 147 Millionen Franken. Was mit diesem Kauf verbunden war, sei kaum einem Sicherheitspolitiker bei der Debatte im Nationalrat bewusst gewesen, schreibt die «Schweiz am Wochenende». Denn im Gegenzug werde die Armee in den nächsten 15 Jahren die Hälfe ihres Munitionsbestandes verschrotten. Der Grund: Die Munition sei veraltet.

In Zahlen bedeute dies, dass Munition im Wert von bis zu 1,7 Milliarden Franken ungebraucht entsorgt werden müsste. Der Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli sagt zur Zeitung: «Das effektive Ausmass der Entsorgungen ist noch grösser, als ich befürchtet habe.» Und der Schwyzer SVP-Ständerat Alex Kuprecht wolle dies in der nächsten Sitzung der sicherheitspolitischen Kommission thematisieren.

roy

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