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«Die Geschwindigkeit dieser Krise ist ausserordentlich»

Jeder wird einen Teil seiner persönlichen Freiheit aufgeben müssen, um den Schwächsten in der Gesellschaft zu helfen, sagt der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze.

«Die Videos aus den Kliniken in Norditalien sind auch für mich natürlich sehr schwer zu ­ertragen», Adam Tooze. Foto:
«Die Videos aus den Kliniken in Norditalien sind auch für mich natürlich sehr schwer zu ­ertragen», Adam Tooze. Foto:
Salvatore Vinci/13photo

Ist die aktuelle Krise vergleichbar mit der Finanzkrise von 2008?

Für ein definitives Urteil ist es noch zu früh. Was aber jetzt schon klar ist: Die Geschwindigkeit dieser Krise ist ausserordentlich. Wirtschaftlich gab es in ­kürzester Zeit Einbrüche in einem Ausmass, wie ich es noch nie beobachtet habe. Nehmen Sie den Einbruch bei den Aktien oder den Anstieg der Arbeits­losenzahl. In den USA ist es wahrscheinlich, dass sich innerhalb der letzten Woche mehr als zwei Millionen Menschen bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet haben. Es kursieren Gerüchte, dass sage und schreibe neun Prozent der Belegschaft entlassen worden sind. Das ist einmalig in der Geschichte.

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