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Die groteske Debatte der beiden Dürrs

Der Basler Rechtsprofessor David Dürr möchte den Staat abschaffen. Sohn Baschi ist Sicherheitsdirektor – und hält wacker dagegen.

Meinungsverschiedenheiten in der Familie: David (l.) und Baschi Dürr. Fotos: PD
Meinungsverschiedenheiten in der Familie: David (l.) und Baschi Dürr. Fotos: PD

Jetzt ist es wieder passiert: Mit grosser Regelmässigkeit schafft der Basler Rechtsprofessor David Dürr in seiner Kolumne in der «Basler Zeitung» den Staat ab. «Wussten Sie», schrieb er kürzlich, «dass die Richter im Fall Hoeness alle ­bestochen waren?» Monat für Monat schmiere der Staat seine Richter mit ihrem Lohn und kaufe sich damit genehme Urteile. Da werde Hoeness zuerst vom Staat angeklagt, die Steuern nicht ordnungsgemäss bezahlt zu haben. Und werde dann von einem Gericht, das genauso Teil dieses Staats sei, verurteilt. «Warum bleibt da die Empörung aus?», fragt Dürr und empört sich dann ein ­bisschen selbst. Nicht Hoeness ist der Verbrecher in Dürrs Geschichte, der Staat ist es. Der sei mit seinen Steuern nicht besser als «ein Einbrecher in der Nacht»; dreist, räuberisch, kriminell.

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