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Die Kleinstpartei zum Wahljahr

Parteien spriessen zurzeit wie Pilze aus dem Boden. Ihre Chancen auf Mitwirkung in der Politik sind erfahrungsgemäss klein. Im Wahljahr spielen aber andere Überlegungen.

Die jüngste unter ihnen ist Parteifrei.ch, am Samstag in Bern gegründet. Mit dem Ziel, allen parteilosen Bürgern mit einer gemeinsamen Wahlliste den Zugang zur Politik zu erleichtern. Wer für Parteifrei.ch kandidieren will, muss sinnigerweise nicht Mitglied sein, sondern eine Charta unterschreiben und damit seinen Einsatz für «Freiheit und Demokratie, für Unabhängigkeit und Frieden und für Vielfalt und Nachhaltigkeit, in Solidarität mit den Benachteiligten und in Offenheit gegenüber der Welt» bezeugen, so heisst es auf der Website.

In den letzten Wochen haben sich die Neugründungen von Kleinstparteien mit Partikularinteressen auffällig gehäuft. Am 7. Mai wurde in Bern die Partei Integrale Politik gegründet, die auf ein «ganzheitliches Menschenbild» setzt, das die materiellen, emotionalen und spirituellen Bedürfnisse der Menschen gleichermassen anerkennt. Ende April entstand in Aarau die Sozial-Liberale Partei – nicht etwa analog zu den Grünliberalen ein Konstrukt verärgerter SP-Politiker, sondern die Gruppierung eines evangelischen Pfarrers aus dem Kanton Aargau, der bis vor kurzem der EDU angehört hatte. Noch im Entstehen begriffen ist die Ausländerpartei Schweiz, die Secondos, flankiert von etablierten Migrantenorganisationen, Ende April ankündigten.

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