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Die Mehrheit will eine zweite Röhre

68 Prozent der Schweizer könnten sich laut einer Umfrage mit dem Bau einer zweiten Gotthard-Röhre anfreunden. Sogar unter den SP-Wählern finden sich mehr Befürworter als Gegner.

Muss saniert werden: Gotthard-Strassentunnel in Richtung Uri.(Archivbild)
Muss saniert werden: Gotthard-Strassentunnel in Richtung Uri.(Archivbild)

Der Bau eines zweiten Autobahntunnels am Gotthard hat in einer repräsentativen Umfrage eine Zweidrittelsmehrheit gefunden. Wie der «SonntagsBlick» meldet, sprachen sich 68 Prozent für die zweite Röhre aus, 28 Prozent waren dagegen.

Die Zeitung stützt sich auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Isopublic unter 1100 Personen in allen Landesteilen. 40 Prozent von ihnen gaben an, an einer Abstimmung über den Tunnel teilnehmen zu wollen.

Zwei Röhren, aber gleich viel Verkehr

Bezüglich der Parteizugehörigkeit war die Zustimmung zu einer zweiten Röhre bei der SVP mit 83 Prozent am stärksten. Bei der FDP erreichte der Ja-Anteil 81 und bei der CVP 74 Prozent. Unter den SP-Wählerinnen und Wählern sprachen sich 50 Prozent für den Bau aus, 43 Prozent waren dagegen.

Die zweite Röhre soll nach dem Willen der Befragten aber keineswegs zu mehr Verkehr durchs Alpenmassiv führen. Nur 38 Prozent wollten den 1994 angenommenen Verfassungsartikel zur Beschränkung des Transitverkehrs streichen. 56 Prozent wollten nur eine Spur im neuen Tunnel, wenn ein Zweispurausbau Mehrverkehr bringen würde.

Die meisten würden eine Gebühr bezahlen

Finanziert werden soll das Projekt nach Ansicht der Befragten durch eine Tunnelgebühr. 62 Prozent sprachen sich für die Gebührenvariante aus, nur gerade 20 Prozent wollten gratis durchs Loch. Die Mehrheit dieses Fünftels wollte den Tunnelbau mit höheren Strassenverkehrsabgaben finanzieren.

Für Mautstationen am Gotthardtunnel würde eine Verfassungsänderung nötig. Gemäss geltendem Recht ist die Benutzung öffentlicher Strassen unentgeltlich.

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