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Die Opfer dürfen hoffen

Der Bundesrat möchte für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen einen 300-Millionen-Fonds einrichten. Wer alles profitieren soll, ist jedoch umstritten.

Erlebten Behördenwillkür: Ehemalige Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Massnahmen posieren auf dem Bundesplatz in Bern. (31. März 2014)
Erlebten Behördenwillkür: Ehemalige Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Massnahmen posieren auf dem Bundesplatz in Bern. (31. März 2014)
Keystone

So schnell hat der Bundesrat wohl noch nie auf eine Volksinitiative reagiert: Knapp 20 Stunden, nachdem die Initiative «Wiedergutmachung für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen» offiziell zustande gekommen ist, kündigte er gestern einen Gegenvorschlag an. Die Initiative verlangt einen Fonds von 500 Millionen Franken für die Opfer sowie die Aufarbeitung der Geschehnisse. Bis 1981 wurden in der Schweiz Tausende Personen ohne Gerichtsbeschluss administrativ versorgt, Frauen zur Abtreibung gezwungen oder Kinder gegen den Willen der Mütter zur Adoption freigegeben. Geht es nach dem Bundesrat, sollen die Opfer solcher fürsorgerischer Zwangsmassnahmen zwischen 250 und 300 Millionen Franken erhalten.

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