«Die Reise nach Hamburg hat sich trotzdem gelohnt»

Die Schweizer G-20-Demonstranten sind zurück. Ihre Version unterscheidet sich von jener der Polizei. Der Protest sei wichtig gewesen, sagen sie.

Der Sonderzug vom G-20-Gipfel in Hamburg mit den Protestierenden kommt in Basel an. (Quelle: 20 Minuten)

Kurz nach 14 Uhr traf auf Gleis 2 am Badischen Bahnhof in Basel der Sonderzug mit einigen Hunderten Globalisierungsgegnern ein. Auf dem Weg zum nächsten Anschlusszug oder dem Bus in die Stadt wurden die Aktivisten von einer Vielzahl Polizisten eskortiert. Die Stimmung bei der Ankunft war friedlich.

Die meisten der sehr jungen Menschen wirkten erschöpft. Die letzten drei Tage in Hamburg haben ihre Spuren hinterlassen. Hauptthema bei ihnen war nicht die Zerstörungswut der Linksextremisten, sondern die Rolle der Gegenseite: «Die Polizei ging mit brutaler Härte gegen uns vor», sagte etwa Max S. (21) aus Basel.

«Verzerrtes Bild»

«Ich habe gesehen, wie Leute, die friedlich demonstrierten blutig geschlagen wurden», bestätigt Hannes M. (21) die Eindrücke. Die letzte Nacht in Hamburg sei der Horror gewesen. «Unser Camp wurde um 5 Uhr geräumt. Über uns kreisten Helikopter», beschreibt er die Szenerie. Der Sonderzug fuhr etwa um Mitternacht in Hamburg weg.

Auch in den Norden Deutschlands gereist ist Markus F. (31) aus Bern. Er ist wie seine beiden jüngeren Kollegen auch der Meinung, dass der Widerstand gegen die G20 wichtig sei – die Reise habe sich deshalb trotzdem gelohnt. «Es war wichtig, dass 100’000 Personen gegen die Mächtigen der Welt ein Zeichen gesetzt haben.» Auch er berichtet vom harten Vorgehen der Polizei – «gegen aussen wurde ein verzerrtes Bild abgegeben», sagt er. (Übernommen von 20min.ch)

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