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«Die Rivalität zwischen Darbellay und Schwaller hat alles gebremst»

Der FDP-Präsident erklärt, woran eine engere Kooperation mit der CVP gescheitert ist und warum er die Politik der Bundesrätinnen Leuthard und Widmer-Schlumpf gar nicht bürgerlich findet.

Sieht nicht gern, wie sich die CVP entwickelt: Fulvio Pelli.
Sieht nicht gern, wie sich die CVP entwickelt: Fulvio Pelli.
Keystone

«Die Rivalität zwischen Präsident Darbellay und Fraktionschef Urs Schwaller hat alles gebremst», erklärt Pelli im Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Die vor einem Jahr zusammen mit der BDP begonnene Kooperation hätte zwar gut begonnen, aber es sei rasch klar geworden, dass eine systematische Zusammenarbeit nicht möglich sei. Haupthindernis war aus Sicht des Tessiners offenbar, dass sich Schwaller im Ständerat querlegte.

Pelli beobachtet, dass ein Teil der politischen Mitte sich zur Linken hingezogen fühlt. «Die Mitte-Links-Allianz ist etwas, das man spürt.» Die CVP versuche die BDP nach links zu bewegen, um einen Richtungsentscheid zu erzwingen. Als Beweis dafür bemüht Pelli konkrete Vorstösse der Bundesrätinnen Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf. Namentlich die Wohnflächensteuer der CVP-Frau sowie die Vorschläge für eine Biersteuer und die Kinderhütebewilligung der BDP-Magistratin.

Umgarnte BDP

Trotz Ausrutschern ihrer Bundesrätin scheint die BDP für Pelli künftig eine wichtige Rolle einzunehmen. Um die Gunst einer Zusammenarbeit buhlt nämlich auch die FDP. «Inzwischen haben wir in mehreren Kantonen Listenverbindungen geknüpft, die auf inhaltlicher Übereinstimmung basieren», erklärt Pelli. Und als wollte er die neue Mittepartei ganz für sich gewinnen, meint der FDP-Chef, die BDP stehe seiner Partei viel näher als der CVP.

Dass sich der kommende Wahlkampf um die Frage, wie weiter mit Widmer-Schlumpf, dreht, hat auch Pelli festgestellt. Und die Avancen der CVP bezüglich der BDP-Bundesrätin sind dem Tessiner nicht entgangen. «Jetzt will sie (die CVP) via Heirat einen zweiten Sitz.» Hier wolle die FDP aber nicht mitmachen. Ist ja auch klar, der Freisinn bangt selber um seinen zweiten Sitz. Das haben die letzten Umfragen deutlich gezeigt.

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