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«Die Sicherheit der Patienten ist nicht gefährdet»

Die Ärzteschaft klagt über schlechte Arbeitsbedingungen. Bernhard Wegmüller, Direktor des Spitalverbands H+, nimmt Stellung zu den Befunden einer neuen Studie.

«Seit der Einführung des Arbeitsgesetzes 2005 wurden massive Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen erzielt»: Ärzte bei einer Herztransplantation. (Archivbild)
«Seit der Einführung des Arbeitsgesetzes 2005 wurden massive Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen erzielt»: Ärzte bei einer Herztransplantation. (Archivbild)
Keystone

Herr Wegmüller, war Ihnen bewusst, wie viele Überstunden die Ärzte in der Schweiz leisten? Richtiggehend erschrocken wie der Verband der Assistenz- und Oberärzte (VSAO) bin ich nicht. Uns ist bewusst, dass es für die Spitäler schwierig ist, die arbeitsrechtlichen Bedingungen einzuhalten. Wir haben jedoch gewisse Vorbehalte gegenüber den dramatischen Befunden der VSAO-Studie. So lassen sich beispielsweise die Überstunden eines Teilzeitpensums nicht einfach auf eine 100-Prozent-Stelle hochrechnen. Solange die Höchstarbeitszeit von 50 Stunden auch bei einem Teilzeitpensum eingehalten wird, ist dies gesetzeskonform. H+ teilt die Meinung, dass weitere Schritte nötig sind, um die Arbeitsbedingungen der Ärzteschaft zu verbessern. Doch man muss auch sehen, dass seit der Einführung des Arbeitsgesetzes 2005 massive Fortschritte erzielt wurden. Seither wurden 4'100 neue Stellen geschaffen – davon alleine 2'825 für die Assistenzärzte. Das entspricht einer Zunahme von 60 Prozent.

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