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Die Spuren eines Absenzenkönigs

27 Jahre sass Christoph ­Blocher im Nationalrat. Er widmete sich dort unter anderem KGB-Spionen und Schriftsprachenpflege – wenn er nicht gerade fehlte.

Christoph Blocher im Jahr 1977, zwei Jahre bevor er erstmals in den Nationalrat einzog.
Christoph Blocher im Jahr 1977, zwei Jahre bevor er erstmals in den Nationalrat einzog.
Keystone

Eine Bilanz von Christoph Blochers Wirken als Nationalrat scheint ähnlich aussagekräftig wie eine Würdigung von Ronald Reagans Schauspielkarriere: Die Essenz der Biografie bekommt man damit schwerlich herausdestilliert. Zwar verfügte Blocher während seiner ersten Nationalratsära (1979–2003) durchaus über Einfluss in der Wirtschaftskommission. Und trat er vor dem Plenum ans Rednerpult, wurde zugehört. Doch seine Macht beruhte nie auf dem Feinschliff von Gesetzestexten. Die sichtbaren Spuren seines Parlamentarierdaseins vermögen am Phänomen Blocher wenig zu erklären – vermitteln zum Teil aber interessante Facetten seiner Persönlichkeit:

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