Zum Hauptinhalt springen

«Die Tabakindustrie lobbyiert zu stark»

Der Bund will mit einem neuen Tabakgesetz die Zigarettenwerbung umfassend verbieten. Doch die Pläne dürften politisch kaum Chancen haben – obwohl die Schweiz diesbezüglich international unter Druck steht.

Mit einem umfassenden Werbeverbot soll die Jugend vor der Tabaksucht geschützt werden: Eine junge Frau raucht und trinkt einen Kaffee in Zürich. (Archivbild)
Mit einem umfassenden Werbeverbot soll die Jugend vor der Tabaksucht geschützt werden: Eine junge Frau raucht und trinkt einen Kaffee in Zürich. (Archivbild)
Gaetan Bally, Keystone
Auf Plakaten (wie hier in Zürich) soll nicht mehr für Zigaretten geworben werden dürfen...
Auf Plakaten (wie hier in Zürich) soll nicht mehr für Zigaretten geworben werden dürfen...
Walter Bieri, Keystone
This undated image provided by the Department of Health and Ageing shows a mock-up of a cigarette package with the banding removed and graphic health warnings displayed. Tobacco companies would be forced to use plain, logo-free packaging on their cigarettes in a bid to make them less attractive to smokers under legislation introduced Thursday, April 29, 2010, by Australia's government, which dubbed the move a world-first. (AP Photo/Dept. of Health and Ageing) ** EDITORIAL USE ONLY **
This undated image provided by the Department of Health and Ageing shows a mock-up of a cigarette package with the banding removed and graphic health warnings displayed. Tobacco companies would be forced to use plain, logo-free packaging on their cigarettes in a bid to make them less attractive to smokers under legislation introduced Thursday, April 29, 2010, by Australia's government, which dubbed the move a world-first. (AP Photo/Dept. of Health and Ageing) ** EDITORIAL USE ONLY **
Dept. of Health and Agein/AP, Keystone
1 / 9

Tabak soll von Plakaten sowie aus Zeitungen, Zeitschriften und Kinos verbannt werden: Der Bund plant ein umfassendes Werbeverbot für Zigaretten. Einzig Grossanlässe wie Open Airs oder Sportveranstaltungen sollen von der Einschränkung ausgenommen bleiben. Dieser Entwurf für ein neues Tabakgesetz befindet sich derzeit in der Ämterkonsultation. Ab Mai können dann Parteien und Verbände in der Vernehmlassung Stellung zum Vorschlag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) beziehen. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab: Die Pläne haben politisch kaum Chancen. Sogar Befürworter eines rigorosen Werbeverbots zeigen sich pessimistisch: «Im Parlament wird das Gesetz kaum durchkommen. In den letzten Jahren war keine Verschärfung im Bereich der Rauchprävention mehrheitsfähig – die Tabakindustrie lobbyiert zu stark», sagt die grüne Nationalrätin Yvonne Gilli gegenüber Redaktion Tamedia.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.